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Thermenwelt Weiden Maßnahmen gegen sexuelle Übergriffe

Die Zahlen sind erschreckend: Elf Fälle von sexuellen Übergriffen wurden in den vergangenen fünf Monaten in der Thermenwelt in Weiden registriert. Jetzt will die Polizei zusammen mit den Betreibern und Behörden Schutzmaßnahmen ergreifen.

Stand: 23.03.2016

Besucher entspannen in einer Therme | Bild: picture-alliance/dpa

Marco Müller, Sprecher im Polizeipräsidium Oberpfalz, bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, dass es in den vergangenen Monaten zu elf Vorfällen kam. So werde zum Beispiel gegen drei Männer aus Syrien ermittelt, die am Samstag (19.03.16) drei zehn bis 13 Jahre alte Schülerinnen umringt und unsittlich berührt haben sollen.

Straftaten müssen verhindert werden

Ähnliche Fälle gab es auch in den Wochen davor. In anderen Bädern in der Oberpfalz sei eine derartige Häufung von Übergriffen nicht zu beobachten, so Müller. Man werde alles tun, um solche Straftaten in Zukunft zu verhindern. Die Polizei stehe in engem Kontakt mit dem Betreiber, den Stadtwerken, und mit den Ausländerbehörden.

"Wir werden anregen, dass die Videoüberwachung ausgeweitet und - wenn Tatverdächtige ermittelt worden sind - Hausverbote ausgesprochen werden."

Marco Müller, Sprecher im Polizeipräsidium Oberpfalz

Besonders für junge Männer aus anderen Kulturkreisen werde die Polizei auch weiter Präventionsunterricht anbieten, in dem die in Deutschland geltenden Regeln und Gesetze vermittelt werden.

Mehr Personal und Videoüberwachung

Selbstverständlich werde jede gemeldete Straftat sehr ernst genommen. "Wir tun alles, damit sich die Besucher bei uns sicher fühlen", sagte Martha Melischko von den Weidener Stadtwerken. Das Aufsichtspersonal sei bereits entsprechend aufgestockt und die Videoüberwachung nach datenschutzrechtlichen Möglichkeiten ausgeweitet worden. Auch würde das Aufsichtspersonal besonders geschult, um bei gemeldeten Vorfällen richtig reagieren zu können.


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