16

Hohe Waldbrandgefahr Beobachtungsflüge jetzt über ganz Ostbayern

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Waldbränden. Seit Dienstag gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe für fast die gesamte Oberpfalz und jetzt auch für Niederbayern. Die Regierung hat die Beobachtungsflüge mittlerweile auf ganz Niederbayern ausgeweitet.

Von: Kilian Neuwert

Stand: 22.06.2017

Beobachtungsflug vom Flugplatz Schmidgaden im Landkreis Schwandorf | Bild: Kilian Neuwert/BR

Die Regelung gilt zunächst bis einschließlich Montag. Gestartet wird laut einer Mitteilung von den Stützpunkten der Luftrettungsstaffel Bayern in Landshut, Eggenfelden und Straubing-Wallmühle. Von den Stützpunkten Vilshofen und Arnbruck aus wird bereits die Bayerwaldroute beflogen. Für heute wird praktisch an allen Messstationen in Niederbayern Stufe vier oder fünf des Waldbrandgefahrenindex erwartet, also eine hohe beziehungsweise sehr hohe Waldbrandgefahr.

Auch in der Oberpfalz besteht überwiegend die höchste Gefahrenstufe. Die Beobachtungsflüge starten auch hier jeweils um 13 Uhr und um 18 Uhr von den Flugplätzen Schmidgaden (Lkr. Schwandorf), Neumarkt, Regenstauf-Oberhub (Landkreis Regensburg), Weiden-Latsch und Cham-Janahof.

Grillen verboten

Wegen der anhaltenden Hitze und der stark erhöhten Waldbrandgefahr hat die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald alle Grillplätze im Parkgebiet gesperrt. Außerdem werden Wanderer und Nationalparkbesucher gebeten, das geltende Rauchverbot einzuhalten. Müll darf keinesfalls in der Natur zurückgelassen werden. Gerade Glascherben können durch die Brennglaswirkung bei Sonneneinstrahlung auf ausgetrockneten Grasflächen oder Waldböden ungewollt Feuer entfachen, die meist nur mit großem Aufwand zu bekämpfen sind.

Luftbeobachtung über der Oberpfalz

Feuer am Osser

Am Osser im Bayerischen Wald ist es schon passiert: Eine strohtrockene Wiese hatte plötzlich Feuer gefangen, über 200 Einsatzkräfte waren am vergangenen Wochenende im Einsatz.

Ein Brand wie dieser könnte sich bei den derzeit hohen Temperaturen in Ostbayern wiederholen, warnen Fachleute. Die Böden in der Region seien extrem trocken, so Chams Kreisbrandrat Michael Stahl. Allzu leicht könne sich etwa durch weggeworfenes Glas ein Feuer entzünden.

Auch Grünstreifen auf der A92 brannten

Gebrannt hat es auch an zwei Stellen der A92. Zwischen Landshut West und Moosburg geriet aus noch unbekannter Ursache beidseits ein rund 600 Meter langer Streifen in Brand. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Landshut, Altdorf und Moosburg benötigten über eine Stunde, um die Brandstellen zu löschen.
Der zweite Brand entstand auf Höhe Landau. Rund 200 Meter Böschung hinter dem Wildschutzzaun brannten völlig ab. Zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Auch der Auslöser für das Feuer ist unklar. Wegen der extremen Rauchentwicklung kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Grillverbot für die Gretlmühle in Landshut

Die Stadt Landshut hat unterdessen mitgeteilt, dass ab sofort für das gesamte Naherholungsgebiet Gretlmühle ein Grillverbot gilt. Bis auf Weiteres sind das Grillen und das Betreiben offener Feuerstellen sowie jegliches sonstige offene Feuer auf dem gesamten Gelände des Naherholungsgebiets verboten. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 2.500 Euro geahndet werden kann.


16

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Fliegenpilz, Mittwoch, 21.Juni, 13:34 Uhr

1. Waldbrandgefahr höchste Stufe

Na hoffentlich halten sich alle an das Verbot. Es ist ja wohl selbstverständlich, dass bei so hohen Temperaturen und enormer Trockenheit kein Feuer angezündet und keine Zigarette im Wald geraucht wird. (ist sowieso abartig!) Aber leider leider gibt es Mitmenschen, die sich nicht scheren um Verbote, die wirklich einen Sinn haben. Ich kann nur hoffen, dass der portugiesische Waldbrand abschreckend wirkt.

  • Antwort von Blitzschlag, Mittwoch, 21.Juni, 17:12 Uhr

    Tja, da war es aber der Blitz !
    Ansonsten gebe ich ihnen recht.