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Kinofilm Dreharbeiten über Kampf um die WAA Wackersdorf laufen

Das heftige politische Ringen um eine atomare Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in der Oberpfalz in den 1980er-Jahren steht im Mittelpunkt des Filmes "Wackersdorf". Der Film wird zurzeit in Schwandorf und München gedreht.

Stand: 13.10.2017

Dreharbeiten zum Kinofilm "Wackersdorf" | Bild: BR/Uli Scherr

Der Film über Wackersdorf von Regisseur Oliver Haffner soll im Herbst 2018 in die Kinos kommen, teilten die Produktionsfirma und der Filmverleih mit. Der Bayerischen Rundfunk ist Co-Produzent. Viele Szenen für den geplanten Spielfilm sollen an Originalschauplätzen von damals entstehen. Auch im Schwandorfer Landratsamt wird gedreht.

Das damalige Büro des legendären WAA-Gegners und SPD-Landrates Hans Schuierer wurde mittlerweile allerdings modernisiert. Schuierers Büro wird deswegen in einem Studio nachgebaut.

Die Geschichte dahinter

Requisiten beim WAA-Dreh

Erzählt wird die Geschichte den Angaben zufolge aus der Perspektive Hans Schuierers (Johannes Zeiler), der zunächst für den Bau der Industrieanlage war und sich dann jahrelang gegen die Pläne der bayerischen Regierung stemmte.

In weiteren Rollen sind unter anderem Peter Jordan, Florian Brückner, Anna Maria Sturm, August Zirner und Fabian Hinrichs zu sehen. Das Drehbuch von Gernot Krää und Oliver Haffner fußt den Angaben zufolge auf Interviews mit zahlreichen Zeitzeugen.

Hunderte Verletzte und ein Toter

1985 war im Taxöldener Forst bei Wackersdorf mit den Bauarbeiten für die WAA begonnen worden. Zur Hochzeit der Protestbewegung versammelten sich teilweise mehr als 100.000 Menschen vor dem Bauzaun. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es über die Jahre Hunderte Verletzte. 1986 starb ein Polizist nach einem Hubschrauberabsturz.


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