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Vogelgrippe in Bayern National- und Tierparks bringen Vögel in Sicherheit

Wegen der Vogelgrippe bringen Tierparks ihre Vögel in Sicherheit. Im Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald bei Neuschönau werden Vögel in Ställe gebracht. Im Tierpark Lohberg (Lkr. Cham) sind die Vogelvolieren mit Planen abgedeckt.

Stand: 23.11.2016

"Wild-Geflügelpest Sperrbezirk" (Symbolbild) | Bild: pa/dpa/Paul Zinken

Die Planen seien eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Claudia Schuh, Leiterin des Tierparks Lohberg, dem BR. Dadurch würde verhindert, dass mit dem Vogelgrippe-Virus infizierter Wildvogelkot in die Gehege gelangt.

Weiher ist ein Problem

Die Volieren, in denen zum Beispiel Eulen, Spechte oder Waldvögel leben, seien aber ohnehin immer schon rundum eingezäunt, auch von oben. Es kommen jetzt nur zusätzlich Planen dazu. Abgedeckt wird auch die große Freiflugvoliere, in der Wasservögel, zum Beispiel Wildenten, leben. Viele andere Vögel sind sowieso in komplett geschlossenen Holzhäusern mit Eingangsschleusen untergebracht. Ein Problem bliebe allerdings der kleine Weiher im Elchgehege. Dort fliegen immer wieder wilde Enten oder andere Vögel an, die nicht dem Tierpark gehören. Das könne man auch nicht regeln, so Claudia Schuh.

Auch Nationalpark Bayerischer Wald reagiert

Auch im Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald wurden etwa 25 Vögel in Sicherheit gebracht. Sie wurden eingestallt und sind daher für Besucher nicht mehr wie gewohnt zu beobachten. Betroffen sind der Biberteich, die Volieren für Hasel- und Auerhuhn sowie die Gehege-Anlage "Vögel am Waldrand". Laut Nationalparksprecher hätten die Tiere die Aktion gut überstanden. Es handelt sich um Moorenten, Graugänse, Krickenten, Birkhühner sowie Hasel- und Auerhühner. Mitarbeiter müssen einen Schutzradius um die Gehege einhalten und teilweise spezielle Schutzkleidung tragen.

Flamingos dürfen draußen bleiben

Im Straubinger Tierpark sind die gesamten Ziervögel, Fasane, Enten und Schwäne eingefangen und in Ställen untergebracht worden. Allerdings bleiben Flamingos, Strauße und Pelikane im Freien, weil sie die Freiheit gewohnt sind und es schwierig wäre, sie artgerecht unterzubringen.

Allgemeine Stallpflicht

Wegen der Vogelgrippe gilt seit Freitag in Bayern eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich. In mehreren Landkreisen wurde die hochansteckende Variante H5N8 nachgewiesen.


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