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Tirschenreuth und Freyung Zwei ostbayerische Städte bewerben sich um Gartenschau 2022

Zwei Städte aus Ostbayern konkurrieren um die Ausrichtung einer kleinen Landesgartenschau im Jahr 2022. Tirschenreuth in der Oberpfalz und Freyung in Niederbayern haben am Mittwoch ihre Bewerbungsunterlagen abgegeben.

Von: Margit Ringer und Martin Gruber

Stand: 11.01.2017

Naherholungsgebiet der Landesgartenschau in Tirschenreuth | Bild: pa/dpa/Presse-Bild-Poss/Uta Poss

Nachdem die Stadt Traunstein nach einem negativen Bürgerentscheid die Bewerbung für die Gartenschau im Jahr 2022 zurückgezogen hat, wurde sie neu ausgeschrieben. Jetzt können sich die Bewerberstädte ausnahmsweise entscheiden, ob sie eine Landesgartenschau oder die sogenannte kleine Gartenschau "Natur in der Stadt" ausrichten wollen.

Zwei Gartenschauen in zehn Jahren?

"Wie eine Kette um die Altstadt": Der gelb schraffierte Bereich markiert das mögliche Gartenschau-Gelände.

Die Stadt Tirschenreuth bewirbt sich mit konkreten Ideen zur Umsetzung einer kleinen Gartenschau. In Tirschenreuth soll ein komplett neues Gelände entstehen - als Ring um die Altstadt. 2013 war der heutige Fischhofpark Gartenschaugelände, er wird nur ein ganz kleiner Teil im neuen Plan sein. In einem 360-Grad-Konzept sollen rund um die Altstadt Natur- und kleine Wasserflächen entstehen, die sich "wie Perlen an einer Kette um die Altstadt reihen", erklärt Bürgermeister Franz Stahl.

Die Stadt sei leistungsfähig und habe bereits 2013 bewiesen, dass Tirschenreuth die Gartenschau erfolgreich ausrichten könne. Die erneute Bewerbung bei der Gartenschaugesellschaft in München sei eine Fortführung des bisherigen städtebaulichen Konzeptes.

Der Stadtrat hat bereits zweimal einstimmig für die erneute Bewerbung gestimmt. Ist sie erfolgreich, kann Tirschenreuth innerhalb von zehn Jahren zwei Mal eine kleine Gartenschau ausrichten, mit zwei unterschiedlichen Konzepten und Arealen.

Freyung ist Mitbewerber

Freyungs Bürgermeister Olaf Heinrich gibt die Bewerbung in München ab.

Die Stadt Freyung will die kleine Gartenschau im Stadtteil Geyersberg ausrichten. Der 800 Meter hohe Geyersberg ist geprägt von einer der größten Feriensiedlungen des Bayerischen Waldes mit rund 2.000 Betten. Die Wohnanlagen stammen aus den früheren 70er-Jahren.

Freyungs Bürgermeister Olaf Heinrich (CSU) zeigte sich im Anschluss an die Übergabe der Bewerbung vorsichtig optimistisch. "In meinen Augen haben wir ein wirklich schlüssiges Konzept vorgelegt und durch den einstimmigen Stadtratsbeschluss gezeigt, dass wir voller Überzeugung und Elan die kleine Landesgartenschau umsetzen wollen. Ich hoffe sehr, dass wir den Zuschlag und damit einen großen Impuls für die Stadtentwicklung der Kreisstadt Freyung bekommen", so Heinrich.

Kleine Bewerberrunde

Als dritter Bewerber geht neben Tirschenreuth und Freyung eventuell noch Bad Reichenhall ins Rennen. Bereits im Februar soll eine Vergabekommission entscheiden werden, welche Stadt den Zuschlag bekommt.


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