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Suizidversuch in der JVA Regensburg Angeklagter wollte sich das Leben nehmen

Der 49-Jährige, der sich unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Regensburg verantworten muss, hat versucht, sich in seiner Gefängniszelle zu strangulieren. Das bestätigte die stellvertretende Leiterin der JVA Regensburg dem BR.

Von: Guido Fromm

Stand: 19.10.2016

Angeklagter im Prozess wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Regensburg | Bild: BR/Katharina Häringer

Beim Wecken seien zunächst keine Besonderheiten erkennbar gewesen, so die stellvertretende Leiterin der Regensburger Justizvollzugsanstalt Susanne Hollnberger. Erst einige Zeit später habe der Ungar den Vorfall im Stationszimmer gemeldet.

Bislang keine Auffälligkeiten

Nach einer Untersuchung durch einen Notarzt kam er zunächst in die Uniklinik Regensburg, später soll er in die psychiatrische Abteilung der JVA Würzburg verlegt werden. Hollnberger zufolge war der 49-Jährige in den bisher rund vier Monaten in der JVA völlig unauffällig. Auch hätten keine Hinweise auf Suizidgedanken vorgelegen.

Absichtlich gegen Baum gefahren

Im Prozess, der am 26. Oktober fortgesetzt werden soll, wird dem Mann vorgeworfen, am Dreikönigstag dieses Jahres seine 44 Jahre alte Ex-Freundin unter einem Vorwand mit dem Auto von der Arbeit abgeholt zu haben und dann mit Absicht gegen einen Baum gefahren zu sein, um sich und sie zu töten. Beide erlitten schwerste Verletzungen, überlebten aber.

2006 wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt

Zu Prozessbeginn stellte sich heraus, dass der Angeklagte 2006 im österreichischen Graz wegen vorsätzlicher Tötung seiner Verlobten bereits einmal zu 20 Jahren Haft verurteilt worden war. Nach einigen Jahren wurde er nach Ungarn abgeschoben, dort aber vorzeitig aus der Haft entlassen. 2015 zog der Mann dann in die Oberpfalz, wo er die 44-Jährige kennenlernte.


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