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Viel Wind in Mähring Gericht genehmigt zwei Windräder

Nur zwei Windräder sollen bei Mähring (Lkr. Tirschenreuth) errichtet werden. Das haben die Richter am Regensburger Verwaltungsgericht entschieden. Eigentlich wollte ein Unternehmen dort fünf Windräder aufstellen. Die Marktgemeinde Mähring will aber weiter das ganze Projekt verhindern.

Stand: 28.01.2016

Windräder | Bild: picture-alliance/dpa

Zwei Seiten haben geklagt: Der Markt Mähring wollte die zwei vom Landratsamt Tirschenreuth bereits genehmigten Windräder verhindern. Die Gegenseite, die Bürgerwind Asch GmbH, wollte hingegen alle fünf geplanten Windräder durchsetzen. In dem Streit geht es um Biotop-Bereiche, Feuchtwiesen, Wasserschutzgebiete, Schwarz-Störche und den Rot-Milan.

Zwei sind noch zu viel

Nach mehreren Stunden Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Regensburg zogen die Unternehmer ihre Klage zurück und gaben sich mit den zwei genehmigten Windrädern zufrieden. Zwei Windräder - das sind für die Gemeinde Mähring immer noch zwei zu viel, sagt Bürgermeister Josef Schmidkonz (UWG):

"Dass die zwei genehmigt worden sind auf der höchsten Erhebung in unserer Gemeinde, da bin ich echt bitter enttäuscht. Und da werde ich mit dem Gemeinderat einen Beschluss herbeiführen, dass wir zum VGH nach München gehen. Wir werden das nochmal prüfen lassen."

Josef Schmidkonz (UWG), Bürgermeister

Für Schmidkonz und die Markträte sind die geplanten Windräder mit einer Gesamthöhe von 150 Metern einfach zu nah am Ort gelegen.

Hintergrund

Die Windräder sollen auf landwirtschaftlichen Flächen bei Asch in der Gemeinde Mähring errichtet werden - und zwar auf einer 750 Meter hohen Anhöhe. Laut Schmidkonz überträfen die Windräder damit die höchste Erhebung im gesamten Landkreis und zerstörten so die Landschaft. Dem schließt sich auch der Bund Naturschutz an. Die nördliche Oberpfalz sei von besonderer Schönheit und Schutzwürdigkeit, heißt es.


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