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Seehofer bei Siemens in Amberg "Werk ist bayerisches Flaggschiff des Weltkonzerns"

Das Siemens-Werk in Amberg gilt als Idealbeispiel für eine digitale Fabrik: Am Mittwochabend besuchten sie Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Bohuslav Sobotka. Begleitet wurden sie von Konzernchef Joe Kaeser.

Stand: 14.01.2016

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der tschechische Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka und Siemens-Chef Joe Kaeser | Bild: Teresa Schaal (OTV)

Seehofer und Sobotka zeigten sich beeindruckt. Die Digitalisierung sei die Zukunft, betonten die beiden Ministerpräsidenten mehrmals. Was Siemens in Amberg produziere, sei Weltstandard, so Seehofer nach dem Rundgang im Gespräch mit dem BR. Das Elektronikwerk in Amberg sei das bayerische Flaggschiff des Weltkonzerns Siemens.

"Wenn ganze Fabrikanlagen digital gesteuert werden und das auch noch fehlerfrei gelingt, ist das eine wunderschöne Geschichte. Vor allem, weil so etwas in der Oberpfalz stattfindet."

Ministerpräsident Horst Seehofer

Siemens in Tschechien

Wie aus der Bayerischen Staatskanzlei im Vorfeld der Visite zu hören war, zeige der Besuch Sobotkas das Interesse Tschechiens am Thema Industrie 4.0. Siemens ist seit über 100 Jahren mit rund 9.000 Mitarbeitern in dem Nachbarland vertreten. Die Digitalisierung sei auch ein großes Thema in Tschechien, sagte der tschechische Ministerpräsident. Deshalb forderte Sobotka Konzernchef Joe Kaeser auf, in den tschechischen Siemens-Werken die Digitalisierung voranzutreiben.

Beziehungspflege

Bei den Gesprächen am Rande des Treffens ging es in erster Linie um die wirtschaftlichen Beziehungen. Und diesbezüglich betonten Seehofer und Sobotka, wie gut die Beziehungen laufen. Tschechien gehöre für Bayern zu den wichtigsten Handelspartnern in Mittel- und Osteuropa. Begegnungen zwischen den Spitzen der Regierungen seien mittlerweile Normalität. Seehofer dazu: "Ich kann das beurteilen. Vor fünf Jahren war das noch gänzlich anders."

Das Amberger Werk

Das Elektronikwerk gilt als Idealbeispiel für eine digitale Fabrik, in der die Produkte mit den Maschinen kommunizieren und so die Fertigungsabläufe optimiert werden. In Amberg werden speicherprogrammierbare Steuerungen hergestellt, die beispielsweise in der Automobilindustrie und in Kreuzfahrtschiffen verwendet werden.


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