7

Sanierung in Regensburg abgeschlossen Porta Praetoria ist wiedereröffnet

Mit der Segnung durch Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer ist am Freitag in Regensburg der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Porta Praetoria gefeiert worden. Erstmals kann die Porta Praetoria nun auch von Innen besichtigt werden.

Stand: 16.06.2017

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer bei der Segnung der renovierten Porta Praetoria  | Bild: Susanne Ebner/BR

Die Porta Praetoria ist das weltweit einzige erhaltene römische Legions-Lagertor.

"Als Teil des römischen Legionslagers Castra Regina steht die Porta Praetoria für die Geburt der Welterbestätte Regensburg", erklärte Staatssekretär Bernd Sibler (CSU) vom bayerischen Kultusministerium bereits am Dienstag. Dieses "Juwel der Stadtgeschichte" könne nun in neuem Glanz erstrahlen.

Führungen beim Bürgerfest

Mit der Segnung ist das Document "Porta Praetoria" offiziell eröffnet.

"Wir werden dann in der Woche drauf am Bürgerfest stündlich durch das Document Porta Praetoria führen."

Regensburgs Kulturreferent Klemens Unger

Drei Millionen Euro Sanierungskosten

Die Sanierungsarbeiten begannen im Frühjahr 2016. Insgesamt hat der Umbau rund drei Millionen Euro gekostet, über die Hälfte davon wurde von Mitteln des Bundes gedeckt.

Die Porta Praetoria

Die "Porta Praetoria" gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke in Regensburg. Zu Zeiten der Römer bildete es als sogenanntes "Ausfalltor" das Nordportal des römischen Legionärslagers "Castra Regina". Damit ist die "Porta Praetoria" zusammen mit der zeitgleich errichteten "Porta Nigra", dem nördlichen Stadttor von Trier, die einzige erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen. Als im Mittelalter die alte römische Lagerstraße - die "via praetoria" aus Platzgründen überbaut wurde, gerieten die römischen Lagerportale nahezu in Vergessenheit. Lange Zeit zuvor hatten die historischen Bauwerke als "Steinbruch" für die Regensburger Bevölkerung und die imposanten Patrizierburgen fungiert, wodurch ein Großteil der altrömischen Bebauung unwiederbringlich zerstört wurde. Die "Porta Praetoria" jedoch wurde bei den mittelalterlichen Baumaßnahmen teilweise in den Gebäudekomplex des Bischofshofs integriert und blieb auf diese Weise für die Nachwelt erhalten. Heute können Teile des Originalportals an der Nordseite des Bischofshofs in der Straße "Unter den Schwibbögen" besichtigt werden. Quelle: Stadt Regensburg


7