35

"Saber Junction 16" in der Oberpfalz Große Militärübung mit 5.500 Soldaten

Eine der größten Militärübungen in Europa läuft seit Ostermontag auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels (Lkr. Neumarkt). An dem Manöver "Saber Junction 16" nehmen unter der Führung der US-Armee 5.500 Soldaten aus 18 Nationen teil.

Von: Martin Gruber

Stand: 29.03.2016

Einen Monat lang bereiten sich die Armeen von Nato-Mitgliedern und Partnerstaaten auf Defensiv- und Offensivoperationen vor. Es handle sich um regelmäßig stattfindende, lang geplante Übungen, sagte ein Sprecher der US-Armee dem BR. Einen direkten Zusammenhang mit aktuellen Krisen gebe es nicht.

Tribüne für Zuschauer

Höhepunkt sind die Luftlandeoperationen verschiedener Bataillone vom 12. bis zum 15. April. Am 12. April werden erstmals 1.100 Fallschirmspringer außerhalb des Truppenübungsplatzes landen. Zuschauer und Pressevertreter können das Spektakel in Schmidmühlen-Eglsee (Lkr. Amberg-Sulzbach) von eigens dafür aufgebauten Tribünen aus beobachten.

Manöver sorgt für Behinderungen auf Straßen

Das Manöver wird besonders an den ersten Tagen für Verkehrsbehinderungen sorgen. Betroffen sind vor allem die Straßen zwischen Parsberg und Hohenfels sowie der Verkehr zwischen den Übungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels. In der Regel werden die Militärkonvois von der Polizei begleitet. Anwohner des Übungsplatzes müssen sich auch auf Lärmbelästigungen durch niedrig fliegende Flugzeuge einstellen.

  • BR-Korrespondent Martin Gruber | Bild: Bayerischer Rundfunk Martin Gruber

    Korrespondent Martin Gruber berichtet aus den Landkreisen Neumarkt, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth.


35

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

PAX Max, Dienstag, 29.März, 11:04 Uhr

9. Meine Meinung: Flüchtlinge durch Waffenverkäufe und auch durch die Gier nach Öl

@Richard: Ihre Aussage entbehrt jeglicher Faktenlage: Ihre Aussage: Wenn die US Army geht, kommen die Flüchtlinge.
Dazu:
1. Flüchtlinge sind dann wenigstens nicht mehr in Turnhallen untergebracht.
2. Die Flüchtlingsströme sind auch durch die "Tätigkeit" der US-Army verursacht!
3. Flüchtlingsströme - gebilligt durch die Tätigkeit der Waffenlobby in Deutschland und Amerika.

  • Antwort von Thesenleser, Dienstag, 29.März, 11:30 Uhr

    @PaxMax

    Können sie ihre Thesen zu Punkt 2 und 3 auch irgendwie begründen oder gar belegen? Sie meinen die US Armee und nicht die US Army? Die wäre nur ein Teilverband der US Streitkräfte.

Mediator, Montag, 28.März, 23:29 Uhr

8. Was soll die Aufregung?

Wir besitzen eine Armee und wir sind in der NATO. Wer dies akzeptiert, der sollte auch akzeptieren, dass Soldaten üben müssen um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Letztendlich muss auch das Zusammenwirken von größeren Truppenteilen geübt werden, wenn man eine glaubwürdige Abschreckung darstellen möchte.
Was all die Kommantare, die sehr unqualifiziert von "Kriegstreiberei" und "fehlender Souvereignität" schreiben, antreibt kann ich nicht beurteilen. Soldaten gefährden nicht per se den Frieden und Verteidigung im Bündnis hat nichts fehlender Souvereignität zu tun. Es ist gut und wichtig, dass wieder Übungen stattfinden, die zumindestens ansatzweise etwas mit den freilaufenden Übungen der Vergangenheit zu tun haben.

  • Antwort von Maniac, Dienstag, 29.März, 08:42 Uhr

    @Mediator

    Sehr gut beschrieben. Dem ist nichts hinzu zu fügen.

    Zwischen den Zeilen kann man die Anti Motivation herauslesen, die auch auf erhebliche Bildungslücken schließen lassen.
    Und wir machten uns über Amerikaner lustig, die fragten: where is Germany?

Ewald, Montag, 28.März, 19:40 Uhr

7. Manöver

Gott sei Dank mal wieder eine freilaufende Übung! In den 80zigern waren Manöver an der Tagesordnung bei dieser Luftlandeübung wird es kaum zu Schäden kommen. Viele die solche Übungen im Vorfeld so stark kritisieren vergessen das die US-Streitkräfte gerade in unserer Region ein starker Wirtschaftsfaktor sind. Unter anderen auch Arbeitsplätze stellen.

  • Antwort von schlauberger, Montag, 28.März, 22:40 Uhr

    die outgesourcten arbeitsplätze der us stützpunkte zahlt der deutsche steuerzahler, jedes jahr! deutschland ist seit 45 eierlos!

  • Antwort von Offenbarer, Dienstag, 29.März, 17:47 Uhr

    Manche Kommentatoren offensichtlich auch oder der Verstand ist in den kleinen Zeh gefallen...

Schorsch, Montag, 28.März, 16:02 Uhr

6. Deutsche Souveräntität?

So sieht also die deutsche Souveränität aus: 18 Nationen unter Führung der Amerikaner üben in Deutschland.

  • Antwort von A. NO Nüm, Montag, 28.März, 17:53 Uhr

    @Schorsch
    Von welcher Souveränität reden (schreiben) sie?
    Deutschland ist immer noch BESETZT.
    Oder gibt es eine FRIEDENSVERTRAG?

  • Antwort von Chris, Montag, 28.März, 20:02 Uhr

    Ja den gibt es. Nennt sich Zwei-plus-Vier-Vertrag.

  • Antwort von Uhhpser, Dienstag, 29.März, 05:46 Uhr

    Kann ja mal vorkommen, dass die Geschichte an einem vorbei gezogen ist und keiner hat's gemerkt...

  • Antwort von B. no Nüm, Dienstag, 29.März, 11:05 Uhr

    @A. NO Nüm

    Kann es sein, dass sie gleichzeitig auf zu vielen Hochzeiten tanzen? Offene Diskussionen gleichen einer Einbahnstrasse. Oder kneifen sie bei diffizilen Antworten?
    Organisieren sie ihre Kommentare besser. Sonst macht es keinen Sinn mit ihnen zu diskutieren.

Markus K., Montag, 28.März, 15:27 Uhr

5. Es hat sich doch schon viel getan..

...wenn man einmal von der Lärmbelästigung von Anwohnern am Übungsplatz absieht. Hatte man doch Anfang der 70er noch ganz andere Schäden in ganzen Regionen und nicht nur Flurschäden. Panzerbataillone fuhren durch Ortschaften, Abfangjäger durchbrachen die Schallmauer, sodass öfters die Fensterscheiben bebten (manchmal auch Scheiben zu Bruch gingen) und Artillerie- bzw. MG-Feuer aus nahegelegenen Wäldern rundeten die Übung ab. Ab und an kam es auch einmal vor, dass wegen Gefahr im Verzug naher gelegener Munitionsdepots, die potentielle Angriffsziele nuklearer Mittelstreckenraketen waren, ABC Alarm ausgelöst wurde. Also alles in allem lebt es sich heutzutage sehr ruhig in Bayern. Warum ich allerdings in einem Soldaten, der auf dem Nachhauseweg von seinem Dienst ist, einen potentiellen Gefährder für den Frieden sehen soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht mangelt es mir an der nötigen "gesamtheitlichen Sicht" der Dinge?