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20.000 Besucher beim Rossmarkt Berching Wo Pferde und Politiker posieren

Ausnahmezustand in Berching: Zum traditionellen Rossmarkt sind mehr als 20.000 Besucher gekommen. Höhepunkte waren die Pferdeschau mit mehr als 100 Rössern und die politische Festrede, die heuer Markus Söder (CSU). Die nutzte er für ein Attacke auf den Länderfinanzausgleich.

Stand: 03.02.2016

Bei wenig winterlichen Bedingungen und Nieselregen sind am Mittwoch (03.02.16) mehr als 100 prachtvoll geschmückte Pferde beim Berchinger Rossmarkt (Lkr. Neumarkt) aufgetrieben worden. "Schnee und Kälte wären uns lieber. Aber wir sind stolz, dass heuer wieder rund 20.000 Besucher zur Pferdeschau gekommen sind", sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich (CSU).

Viele der etwa 60 Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten zum größten bayerischen eintägigen Wintervolksfest nach Berching, um stolz ihre Rösser zu präsentieren. Dafür erhalten sie pro Tier eine nach Rassen gestaffelte Auftriebsprämie.

Kritik am Länderfinanzausgleich

Das Zugpferd für die politische Kundgebung war heuer Bayerns Heimatminister Markus Söder (CSU). Er sagte den Gemeinden im ländlichen Raum seine Unterstützung zu.

Heimatminister Markus Söder (CSU)

"Wir stärken die Situation vor Ort und damit schaffen wir eine Möglichkeit, mit viel Geld und viel Unterstützung, dass der ländliche Raum Zukunftsregion wird, genau dieselben Chancen hat wie die Großstädte."

Heimatminister Markus Söder (CSU)

Söder erneuerte seine Kritik am Länderfinanzausgleich. Dies sei ein System, das in Europa nicht funktioniere. "In Griechenland bekommt man nur Geld von Europa gegen Reformen. Der deutsche Länderfinanzausgleich ist genau das Gegenteil. Dort bekommt man nur Geld, wenn man nix tut." Bayerisches Geld sei am besten in Bayern aufgehoben und nicht in Berlin, betonte Söder.

Bilder vom Rossmarkt

Der Berchinger Rossmarkt

Die Ursprünge der Schau reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Sie gehen auf eine Vorschrift zurück, die von Pferdebesitzern verlangte, ihre Tiere für Gesundheitsuntersuchungen vorzuführen. Ab 1925 gab es dann einen Pferde- und Fohlenmarkt in Berching. Heute werden keine Pferde mehr verkauft. Die Politkundgebung mit hochrangigen Politkern hat den Berchinger Rossmarkt überregional bekannt gemacht. Legendär sind die Reden von Franz Josef Strauß (CSU), der zwischen 1973 und 1984 fünfmal in Berching auftrat, so oft wie kein anderer Redner. 1998 kam der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU).


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Bayer, Mittwoch, 03.Februar, 17:07 Uhr

1. Stoiber Vertrag

Das Söder (ein 100 prozentig Stoibianer so frühere Aussage) den Vertrag kritisiert.
liegt daran das der Vertrag der CSU aufgrund der neusten Schätzungen der Flüchtlingskosten, schwer im Magen liegt,
Der Länderfinanzausgleich Vertrag Dauer 15 Jahre wurde von den damaligen Ministerpräsident Stoiber abgeschlossen, um sich als Bundeskanzler- Bewerber 2005 oder Superminister sich im Berliner Politikbetrieb darzustellen. wie man weiß mit keinen Erfolg!
15 Jahre kann sich der bayrische Steuerzahler für diesen dummen Vertrag der CSU ärgern.
Aber Hr. Söder hat das bestimmt auf den Rossmarkt in Berching den Leuten erzählt.

  • Antwort von Bernstein, Mittwoch, 03.Februar, 23:12 Uhr

    Und was haben die linkssozialistischen Kasper in den letzten Jahren daraus gemacht. Haben diese Bundesländer auch nur ansatzweise trotz Konjunktur das geschafft, was Bayern geschafft hat? Nämlich diese überbordende Unterstützung klug einzusetzen, um selbst wieder Zahler werden zu können? Nein, damit wurden Wahlversprechen und Party eingelöst. Auf dass der dumme Bayer auch die nächsten Jahre bezahlt. Die Zeit ist reif, diesen Schmarotzern endlich einen Haushaltskommissar, eine Troika zu schicken so wie bei den Griechen. Pleiteberliner, Pleitebremer und Pleitebrandenburger und andere - es ist Schluß! Ach ja und die NRW- Regierung muss natürlich noch einen verfassungskonformen Haushalt üben.

  • Antwort von Bernhard, Donnerstag, 04.Februar, 07:18 Uhr

    Absolut meine Meinung.
    Aber dieser "subventionierte" Rosstag und der Aschermittwoch, sind mit die größte Volksverdummung der bayrischen Politik.