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Herrmann und Blanco am Rednerpult "Wir Schwarzen müssen zusammenhalten"

Ein halbes Jahr ist es her, dass Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Sänger Roberto Blanco als "wunderbaren Neger" bezeichnet hat. Blanco hat ihm das nie übel genommen, das Aufeinandertreffen der beiden gestern Abend in Regenstauf war herzlich. Auf dem Podium sollten die zwei über Integration diskutieren.

Von: Andreas Wenleder

Stand: 14.01.2016

Wie können Flüchtlinge integriert werden? Diese große Frage sollten am Mittwoch (13.01.16) Roberto Blanco und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beantworten. Dazu hat sie der CSU-Kreisverband Regensburg Land eingeladen. 300 Zuhörer kamen nach Regenstauf, um mit den beiden zu diskutieren. Aber erstmal ging es darum, wie gern sie sich Herrmann und Blanco, Schlagersänger und seit den 80er-Jahren Ehrenmitglied der CSU, doch haben.

"Ich freue mich natürlich sehr, dass wir uns heute hier sehen. Wie schon Franz Josef Strauß sagte: Wir Schwarzen müssen zusammenhalten."

Innenminister Joachim Herrmann

Was wäre die CSU ohne ihr Ehrenmitglied Roberto Blanco? 

Roberto Blanco kam in den 50er-Jahren nach Deutschland. Er spielte in Filmen und landete Schlagerhits. Für Joachim Herrmann ist er ein Musterbeispiel für gelungene Integration.

"Roberto Blanco ist zu einem Star geworden. Er ist ein Beispiel dafür, wie selbstverständlich Menschen auch in Deutschland offen sind für entsprechende Zuwanderer, die sich gut einbringen und die eine Bereicherung unseres Landes sind."

Innenminister Joachim Herrmann

Genau aus diesem Grund sollte Blanco bei der Podiumsdiskussion den CSU-Anhängern erklären, wie Integration heute gelingen kann. Er lobte den Arbeitswillen der Deutschen und die deutschen Autos - trotz der Volkswagenaffäre. Darüber hinaus sagte Blanco wenig, die Diskussion wurde nur selten konkret.

Bürger beteiligen sich rege an Diskussion

Roland Batz von der Caritas forderte eine Rückbesinnung auf die christlichen Grundwerte der Gesellschaft - insbesondere auf die Nächstenliebe. Joachim Herrmann forderte mehr Sicherheit, Flüchtlingskontingente in anderen EU-Staaten und die unbedingte Bereitschaft der Flüchtlinge zur Integration. Die Diskussion im Saal blieb mit dem Publikum weitgehend sachlich. Als ein besorgter Bürger über fehlende Polizei-Präsenz sprach und eine Situation in Regensburg schilderte, bei der eine junge Frau in der Öffentlichkeit mit einem Messer bedroht worden war, antwortete Blanco: "Sie können nicht verlangen, dass jede Person einen eigenen Polizist hat, das geht auf der ganzen Welt nicht."

Den Abend schloss Blanco mit einer Botschaft, für die er viel Applaus erntete:

"Leben und leben lassen. Damit schaffen wir alles."

Sänger Roberto Blanco


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pedrico, Donnerstag, 14.Januar, 12:57 Uhr

1. Wir Schwarzen.......................

.....schön und gut, aber hoffentlich fängt der Herrmann nicht noch auch zu singen an.................