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Brückenpreis für Gorbatschow Regensburger Delegation reist nach Moskau

Eine Delegation um Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) wird im März nach Moskau reisen, um dem Ex-Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow den Brückenpreis der Stadt Regensburg zu verleihen. Die Ehrung hatte der Stadtrat im Oktober beschlossen.

Stand: 26.01.2016

Der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow | Bild: pa/dpa/Alexander Shcherbak

Mit dem Preis sollen die Verdienste Michail Gorbatschows für das Zusammenwachsen der Völker in Mittel- und Osteuropa sowie sein Anteil an der Wiedervereinigung Deutschlands gewürdigt werden. Dass ihm der Preis nun nach Moskau gebracht wird liegt daran, dass Gorbatschow aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Regensburg kommen kann. Die Auszeichnung wird Wolbergs dem Preisträger in der Gorbatschow-Stiftung in Moskau überreichen.

Seit 1995 wird der Preis vergeben

Der Brückenpreis der Stadt Regensburg

Der Brückenpreis wurde 1995 aus Anlass des Jubiläums "750 Jahre Stadtfreiheit" vom Stadtrat gestiftet, um Persönlichkeiten und Institutionen mit überregionaler Bedeutung auszuzeichnen, die sich im besonderen Maße dafür eingesetzt haben, Grenzen oder Gegensätze politischer, nationaler, wissenschaftlicher, sozialer, kultureller oder religiöser Art zu überbrücken.

Auch Václav Havel bekam schon den Preis

Zu den bisherigen Preisträgern gehören der ehemalige Präsident der Tschechischen Republik, Václav Havel (2006), und die Politiker-Brüder Bernhard und Hans-Jochen Vogel (2010).

Michail Gorbatschow

US-Präsident Ronald Reagan (r.) und der sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow unterzeichnen am 8.12.87 in Washington den INF-Vertrag.

Michail Sergejewitsch Gorbatschow wurde am 2. März 1931 in Priwolnoje in der Region Nordkaukasus geboren. Seine politische Karriere begann mit dem Eintritt in die KPdSU im Jahr 1952. 1970 wurde er Mitglied im Obersten Sowjet und des Zentralkomitees der KPdSU.

Nach dem Tod von Regierungschef Tschernenko im März 1985 wurde Gorbatschow zum Generalsekretär der KPdSU ernannt. Das unter seiner Federführung geschlossene Abkommen zur Beseitigung aller Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) galt weltweit als historischer Durchbruch der Entspannungspolitik zwischen West und Ost. 1990 garantierte er einem vereinten Deutschland die volle Souveränität und die freie Wahl der Bündniszugehörigkeit, mit der Verkündigung des Endes des Warschauer Paktes im Jahr 1991 läutete er gleichzeitig auch den Zerfall der Sowjetunion ein.
(Quelle: Stadt Regensburg)


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