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Fast 120.000 Euro erbeutet Prozessauftakt gegen Bankkonten-Fälscher in Regensburg

Zwei Männer müssen sich ab Dienstag vor dem Landgericht Regensburg wegen Urkundenfälschung und Betrug verantworten. Sie haben mit Hilfe von Aliasnamen mehrere Online-Bankkonten eröffnet und somit fast 120.000 Euro erbeutet.

Von: Siegfried Höhne

Stand: 14.11.2017

Die Angeklagten im Prozess um Bankkonten-Fälscher | Bild: BR/Christine Lehner

Am Landgericht Regensburg hat am Dienstag ein spektakulärer Betrugsprozess begonnen. Ein 42-jähriger und ein 30-jähriger Mann sollen laut Staatsanwaltschaft unter Verwendung von 84 Aliasnamen Online-Bankkonten beantragt und diese mit gefälschten Personalausweisen und gefälschten Einwohnermeldebescheinigungen eröffnet haben.

Anschließend sollen die Beschuldigten 389 Überweisungsvordrucke jeweils mit Beträgen zwischen 489 und 1.826 Euro versehen und an die von ihnen erfundenen Alias-Personalien zukommen haben lassen. Als Absender verwendeten sie eine Liste mit Kontodaten von Firmen und sonstigen Einrichtungen, die einer der beiden Angeklagten im Internet recherchiert hatte. Dazu ahmten sie den Namenszug der jeweiligen Kontoinhaber nach.

Über 200.000 Euro auf den Konten

Auf diese Weise gingen auf den gefälschten Konten über 200.000 Euro ein. Fast 120.000 Euro davon hoben die Beiden von den Konten ab. Die Anklage lautet daher unter anderem auf Urkundenfälschung in 66 Fällen, Betrug in 263 Fällen und versuchten Betrug in 128 Fällen.

Der Prozess ist auf mehrere Tage angelegt.


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