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Frau in Wernbeg-Köblitz erstochen Ehemann räumt Tat ein

Gut acht Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf eine 31-Jährige in Wernberg-Köblitz (Lkr. Schwandorf) hat der Ehemann die Tat eingeräumt. Er habe seiner Frau mit dem Messer nur drohen wollen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.

Stand: 01.12.2016

Angeklagter vor dem Landgericht Amberg | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

Der Ehemann habe nicht damit gerechnet, dass die Situation derart eskalieren könnte, ließ der 48-Jährige am Landgericht Amberg über seinen Verteidiger erklären.

"Liebe auf den ersten Blick"

Der Angeklagte hatte die Frau nach eigenen Angaben 2003 in einem Thailand-Urlaub kennengelernt. "Es war bei uns beiden Liebe auf den ersten Blick", ließ der Mann erklären. Nach der Hochzeit 2006 lebten sie in der Oberpfalz in einem Haus gemeinsam mit seinen Eltern. Kurze Zeit später habe seine Frau ihn mit finanziellen Forderungen bedrängt, hieß es in der Erklärung.

Kinder waren im Haus

Tatort in Wernberg-Köblitz

Laut Staatsanwaltschaft hatte die 31-Jährige aus Wernberg-Köblitz angedroht, den Mann zu verlassen und die gemeinsamen Kinder mit in ihre thailändische Heimat zu nehmen. Als die Frau vom Dachboden einen Reisekoffer holen wollte, soll der 48-Jährige ihr gefolgt sein und mit einem Küchenmesser mehrfach zugestochen haben.

Während der Bluttat Mitte März waren auch die beiden Kinder des Paars sowie die Eltern des Mannes in dem Haus. Zumindest der Vater des Angeklagten soll die Attacke mitangesehen haben. Anschließend hatte der 48-Jährige den Rettungsdienst alarmiert und sich ohne Gegenwehr festnehmen lassen.

Nach einem Hinweis des Gerichts kommt auch eine Verurteilung wegen Totschlags in Betracht. Am 9. Dezember wird das Urteil erwartet.


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