8

Urteil in Regensburg Prostituierte abgezockt: fast drei Jahre Haft für Geldfälscher

Zwei Jahre und zehn Monate Haft - so lautet das Urteil am Landgericht Regensburg für den Mann aus Roding (Lkr. Cham), der mit einem Tintenstrahldrucker Falschgeld hergestellt und damit Prostituierte bezahlt hat.

Von: Franziska Timmer

Stand: 10.11.2017

Prozess um gefälschte Blüten: der Angeklagte | Bild: NEWS5 / Heinz

Im Prozess vor dem Regensburger Landgericht gegen einen Geldfälscher aus Roding ist das Urteil gefallen. Der 55-jährige Frührentner wurde wegen Geldfälschung in 20 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Insgesamt hat der Verurteilte mehr als 9.000 Euro Falschgeld mit einem Farbkopierer und normalem Kopierpapier hergestellt, um damit in 172 Fällen Prostituierte zu betrügen.

Geständnis war strafmildernd

Die mangelhafte Qualität der gefälschten Scheine sowie vor allem das umfassende Geständnis des Verurteilten sei aus Sicht der Richter strafmildernd. Das Urteil fiel trotzdem so hart aus, weil der Mann einschlägig vorbestraft war und während seiner Bewährungszeit wieder mit dem Geldfälschen angefangen hat.

Der Frührentner aus Roding sagte aus, dass er bei den Prostituierten Nähe und Zuneigung gesucht habe. Der verheiratete Mann mit zwei Kindern fühlte sich von seinen im selben Haus wohnenden Eltern unterdrückt und habe so wörtlich "jemanden zum Reden gebraucht".


8