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Präsident des Deutschen Leichtathletik Verbands Überrascht von möglichem Adidas-Rückzug

Sportartikelhersteller Adidas will seine Zusammenarbeit mit dem Leichtathletik-Weltverband IAAF aufkündigen. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und Präsident des Regensburger Amtsgerichts, Clemens Prokop, ist von der Entscheidung "überrascht".

Stand: 25.01.2016

Dem Bayerischen Rundfunk sagte Prokop, er verstehe zwar, dass es für einen Sponsor zur Zeit nicht leicht sei, mit dem Verband zu werben, weil der Verband negative Schlagzeilen mache, aber "man muss auch sagen, dass Adidas bei anderen Sportorganisationen trotz massiver Korruptionsvorwürfe die Zusammenarbeit nicht aufgekündigt hat."

Spekulation: Verärgerung durch WM-Vergabe

Deshalb müsse man ernsthaft darüber spekulieren, was die wirklichen Motive waren. Prokop verwies in diesem Zusammenhang auf die Vergabe der Leichtathletik-WM 2021 nach Eugene/Oregon (Vereinigte Staaten).

"Möglicherweise lag es auch daran, dass die Leichtathletik-WM im Jahr 2021 praktisch an den Stammsitz des Hauptkonkurrenten Nike vergeben wurde und, dass möglicherweise hierdurch eine Verärgerung eingetreten ist."

Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes Clemens Prokop

Prokop gehe aber davon aus, dass ein anderer Sponsor für Adidas eintreten werde. Trotzdem wertet er das vorzeitiges Ausscheiden von Adidas aus dem Sponsoringvertrag als Warnschuss für den IAAF, schnell, umfassend und glaubwürdig Reformen auf den Weg zu bringen.


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