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"Integration durch Arbeit" Projekt für Flüchtlings-Fachkräfte

Anerkannte Flüchtlinge, die schon länger in Deutschland leben, möchten gerne arbeiten. Doch das größte Hindernis ist die Sprache. Das neue Projekt "IdA - Integration durch Arbeit" soll die größten Barrieren überwinden. In Regensburg ist das Programm bereits angelaufen.

Stand: 21.01.2016

Der 26-jährige Asylbewerber Hamza Ahmed aus Somalia beim Schweißen | Bild: picture-alliance/dpa/Ingo Wagner

Möglichst nah am Alltag - das ist das Konzept der IdA-Kurse, die Deutschkurs und berufliche Orientierung zusammenbringen sollen. Die Themen sind vor allem landeskundlich, sagt Dozentin Nuria Fernandez-Gomez:

"Der Schwerpunkt liegt also weniger auf der Grammatik, sondern ist mehr arbeitsbezogen. Wie zum Beispiel Bewerbungen schreiben, Stellenanzeigen lesen, wir haben aber auch gemeinsam Firmen besucht."

Nuria Fernandez-Gomez, Dozentin

Außerdem ist ein Praktikum in einem Betrieb Teil des IdA-Kurses in Regensburg. Die 35-jährige Paris Sahaschemi flüchtete vor fünf Jahren vor dem Krieg in Afghanistan. Sie würde in Deutschland gerne als Kindergärtnerin arbeiten. Erst aber wolle sie besser Deutsch lernen, betont die Frau. Sprache sei das Wichtigste, nur so könne man sich integrieren, Kontakte zu anderen aufbauen.

Sprachlich zu anspruchsvolle Berufe

Auch weitere Teilnehmer des Regensburger IdA-Kurses haben eine Ausbildung in ihrem Herkunftsland vorzuweisen. Andere dagegen müssen erst noch das Passende finden, oder sich umorientieren, weil ihr Beruf hier in Deutschland sprachlich zu anspruchsvoll ist. Dafür gebe es die Praxisphasen im IdA-Kurs, so Dozentin Nuria Fernandez-Gomez.

IdA - Integration durch Arbeit

Die bayerische Wirtschaft hat zusammen mit Sozialministerium und Arbeitsagentur das IdA-Projekt gestartet. Regensburg ist eine der fünf Städte, in denen das Projekt IdA im Sommer gestartet war, angeboten wird es vom Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (BfZ). Die Arbeitsagenturen im Freistaat stellen dafür rund 10.000 Plätze zur Verfügung, die Kosten liegen bei 75 Millionen Euro.


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