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Insolvenz der Neumarkter Firma Bei Kago ist der Ofen aus

Nichts geht mehr beim Ofenbauer Kago in Postbauer-Heng (Lkr. Neumarkt): Ein Insolvenzverwalter teilte den knapp 70 Mitarbeitern mit, dass der Geschäftsbetrieb nicht wieder aufgenommen werden kann.

Stand: 29.01.2016

Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens | Bild: dpa-Bildfunk

Das Unternehmen verfüge praktisch über keine Finanzmittel mehr. Kago habe seit geraumer Zeit keine Materialien mehr bestellt und keinen Auftrag mehr ausgeführt, beschreibt am Freitag (29.01.16) Insolvenzverwalter Volker Böhm die Lage. Lieferanten veranlassten bereits Kontopfändungen.

Mitarbeiter-Team hilft noch mit

Ein Großteil der Beschäftigten hat von sich aus bereits gekündigt. Ein kleines Team unterstützt den vorläufigen Insolvenzverwalter bei der Abwicklung. Ausstehende Löhne und Gehälter werden über das Insolvenzgeld ausbezahlt. Kago hatte am vergangenen Freitag (22.01.16) Insolvenz angemeldet.

Zweite Insolvenz

Es ist bereits das zweite Insolvenzverfahren für Kago. Bereits 2010 hatte die German Pellets GmbH das angeschlagene Unternehmen übernommen. Der Unternehmer Karl-Heinz Gonschorowski hatte die Firma 1972 gegründet. In Spitzenzeiten waren an mehreren Standorten über 1.500 Mitarbeiter beschäftigt.


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