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Nach Lizenzentzug Namensstreit um Challenge Regensburg: Gericht empfiehlt Einigung

Im Streit um den Langstrecken-Triathlon Challenge Regensburg hat das Landgericht Nürnberg-Fürth an die Streitparteien appelliert, sich außergerichtlich zu einigen. Sollte es keine Einigung geben, werde das Gericht in drei Wochen eine Entscheidung verkünden. Die Challenge Family mit Sitz in Amberg will dem Regensburger Veranstalter die Nutzung der Marke Challenge verbieten.

Von: Christine Lehner und Ulrike Lefherz

Stand: 07.12.2017

Impressionen von der Laufstrecke | Bild: Ingo Kutsche

Das Landgericht Nürnberg sollte am Donnerstag darüber entscheiden, ob das Unternehmen Purendure um Veranstalter Tom Tajsich, der den Challenge-Triathlon ausrichtet, den Markennamen Challenge weiterhin führen darf. Das Gericht hat nun an die Parteien appelliert, sich außergerichtlich zu einigen. Erst wenn es nicht zu einer Einigung kommt, werde das Gericht in drei Wochen eine Entscheidung verkünden, sagte Justizsprecher Friedrich Weitner dem Bayerischen Rundfunk.

Challenge Family will einstweilige Verfügung

Der Hintergrund sind Uneinigkeiten zwischen beiden Vertragspartnern. Die Challenge Family GmbH hatte dem Regensburger Veranstalter im November die Lizenz entzogen. Grund hierfür ist angeblich "geschäftsschädigendes Verhalten". Nun sollte das Landgericht Nürnberg prüfen, ob der Vertrag zwischen den Partnern noch gültig ist, wenn Purendure der Markenname Challenge entzogen wird.

Joachim Wolbergs (links) neben Challenge-Veranstalter Tom Tajsich.

2016 hatte der Sportgeschäft-Besitzer Tajsich den Challenge-Triathlon erstmals als Lizenznehmer nach Regensburg geholt - auf Anregung seines Freundes Joachim Wolbergs. Der wegen der Korruptionsaffäre vorläufig suspendierte SPD-Oberbürgermeister ist gut befreundet mit dem Ehepaar Tajsich.

Die Challenge Family GmbH veranstaltet und lizensiert weltweit Triathlon-Großereignisse - alle unter dem Namen Challenge.


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Kommentare

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Niederbayer, Freitag, 08.Dezember, 12:42 Uhr

4.

Nächstes Jahr wirds heißen :Sie riefen und keiner geht hin.

Hrdlicka, Freitag, 08.Dezember, 11:29 Uhr

3. Irrsinn

Im Wesentlichen zeigt dieses Beispiel nur wieder mal, wie irr- und widersinnig meist der sogenannten "Schutz" von Banalitäten ist. Reine Abzocke, für nichts viel Geld verlangen !

Renate E., Donnerstag, 07.Dezember, 22:14 Uhr

2. Immer diese englisch-sprachigen Wichtigtuer!

Dem könnte man ganz schnell abhelfen, indem man halt mehr die Muttersprache nutzen würde...

  • Antwort von homsa, Freitag, 08.Dezember, 06:38 Uhr

    Aber dann wäre es kein Event mehr sondern nur eine Veranstaltung. Wie uncool.

    Ich könnte aber auf beides verzichten.

wolfgang, Donnerstag, 07.Dezember, 17:15 Uhr

1. man nenne es schlicht Triathlon, nur.

Oder ist das auch schon eine geschütze Bezeichnung?

Und in Regengsburg dürfte kaum weitere Veranstalter geben die am gleichen Tag rennen lassen.