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Regensburg Museum der Bayerischen Geschichte: Fassade scheidet die Geister

Die Fassade des Museums der Bayerischen Geschichte macht noch keinen einladenden Eindruck, zumal es ja noch eine Baustelle ist. Erst Anfang 2019 soll das Museum öffnen. Doch was jetzt bereits zu sehen ist, begeistert wenige Regensburger.

Von: Sebastian Grosser

Stand: 09.11.2017

Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg am 09. September 2017. | Bild: BR/Michael Buchner

Ein Stein des Anstoßes ist - im wahrsten Sinne des Wortes - die Fassade. Die sollte eigentlich aus hellem Naturstein bestehen. Ein helles Gebäude sollte es werden. Diesen Eindruck machte zumindest der Entwurf, für den damals auch die Stadt mitstimmte.

"Aus Sicht der Stadt ist es sehr wichtig gewesen, dass der Wettbewerbsentwurf städtebaulich stadträumlich funktioniert. Und das Ergebnis, was wir jetzt gebaut sehen - man kann ja jetzt das Gebäude komplett nachempfinden - entspricht ziemlich genau dem Wettbewerbsentwurf."

Christine Schimpfermann, Baureferentin Stadt Regensburg

Aber eben nur "ziemlich genau". Außen ziert das Museum der Bayerischen Geschichte nun kein Naturstein, sondern eine Keramikfassade. Und die ist deutlich dunkler. Auf die Wahl des Fassadenmaterials hat die Stadt aber keinen Einfluss. "Ich hätte mir jetzt nicht vorstellen können, dass eine Blechfassade gemacht wird. War jetzt aber nicht im Gespräch. Also insofern wird das Fassadenmaterial vom Bauherren dann auch festgelegt. Und dazu gibt es keine bindende Vorgabe seitens der Stadt", so Schimpfermann.

Lebendige Architektur

Für Denkmalschutzexperte Achim Hubel ist die Außenfassade kein Problem, wenn sonst alles stimmt.

"Das ist eine sehr lebendige Architektur, in verschiedenen Farben, in verschiedenen Oberflächen, in einer sehr lebendigen Strukturierung und etwas, was der Stadt Regensburg an der Stelle meines Erachtens gut tut."

Prof. Achim Hubel, Internationaler Welterbedenkmalrat ICOMOS

Eröffnung für 2019 geplant

Ursprünglich sollte das Museum 2018 öffnen, zum 100. Geburtstag des Freistaats Bayern. Wegen eines Brandes im Juli in einem Nebengebäude am Regensburger Donaumarkt verzögert sich die Eröffnung aber bis 2019.


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Kommentare

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kubamax, Mittwoch, 15.November, 09:17 Uhr

9. Stadtwunden

Stadtwunde 3 Donaumarkt ist geschlossen. Stadtwunde 1 Neupfarrplatz wurde mit dem Kaufhof gelöst. Stadtwunde 2 Dachauer Platz wurde mit dem Parkhaus bereinigt. Operationen erfolgreich, Patienten tot. Jetzt gehts an die Stadtwunde 4 Ernst-Reuter-Platz.

Andi, Freitag, 10.November, 14:25 Uhr

8.

Passt perfekt hin. Vorher hatten wir da einen Parkplatz, jetzt etwas, das wie ein Parkhaus aussieht.

Elisabeth, Freitag, 10.November, 07:43 Uhr

7. Wer schafft an !?

Das Museum ist eh Geldverschwendung pur.

Ein paar Meter weiter weg steht ein langweiliges Stadtmuseum in einem sehr schönen Gebäude mit traumhaften Innenhof und sehr gemütlichen Café
Das hätte Bayern für sein Museum ausbauen und umbauen sollen das hatte was tolles ergeben können.
Aber Nein was Neues Modernes Teures muss her !!!
Regensburg hat schon genügend Bausünden die integriert werden mussten !

Regensburg ist schön aber Inovativ iund im positiven modern sein das kann Regensburg nicht

  • Antwort von Floh, Freitag, 10.November, 10:33 Uhr

    Anschaffen tun viele,zahlen tut der STEUERZAHLER.

in der Früh, Freitag, 10.November, 05:45 Uhr

6.

Man kann heute nichts mehr """" normal """" bauen,es muß ja was Kosten und daß auf KOSTEN der Steuerzahler.
Schönen Tag.

Didier , Donnerstag, 09.November, 18:30 Uhr

5. Wieder ein Beispiel

für Brutalarchitektur. Das soll eine Entwicklung im Sinne von Fortschritt in Architektur sein?
Vermessen finde ich ja immer, mit welch verstiegenen Worten und Begriffen Kisten- und Kastenmurks und geklotze stillose Phantasielosigkeit belobhudelt wird.
Ich wünschte, die Menschheit würde von heute auf morgen vergessen wie man Beton herstellt.