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Landgericht Regensburg Mordprozess an Ex-Geliebter: Angeklagter schweigt

Am Landgericht Regensburg hat am Montag der erste Verhandlungstag im Prozess um den Mord an einer schwangeren Frau stattgefunden. Der 40-jährige Angeklagte und Ex-Liebhaber der Frau verweigerte die Aussage zu Beginn des Prozesses und blieb bis zum Ende der Sitzung regungslos.

Von: Franziska Timmer

Stand: 13.11.2017

Der Angeklagte mit seinem Verteidiger im Landgericht Regensburg | Bild: BR/Franziska Timmer

Seit Montag muss sich ein 40-Jähriger vor dem Landgericht Regensburg wegen Mordes und Schwangerschaftsabbruchs verantworten. Er soll im September 2016 in Kirchroth (Lkr. Straubing-Bogen) seine schwangere Ex-Geliebte erstochen haben. Der Angeklagte verweigerte die Aussage zu Beginn des Prozesses und blieb bis zum Ende der Sitzung regungslos.

"In letzter Zeit immer wieder Stress"

Bisher haben mehrere Polizisten ausgesagt, die zum Tatort gerufen wurden. Im Haus hätten sie den Ehemann angetroffen, dessen Hände und Kleidung blutbesudelt gewesen seien. Der Ehemann habe nach Aussage der Beamten sofort vermutet, dass es sich bei dem Täter um den Angeklagten handelte, da es "in letzter Zeit immer wieder Stress" gegeben habe, zitierte ein Beamter den Ehemann.

Kontaktverbot für Ex-Liebhaber

Der Ehemann des Opfers hatte im September 2016 seine schwer verletzte Frau in ihrem gemeinsamen Haus aufgefunden. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch am selben Abend im Krankenhaus verstarb. Auch das ungeborene Kind überlebte nicht. Der Angeklagte wird beschuldigt, seine Ex-Liebhaberin trotz Kontaktverbots aufgesucht, geschlagen und schließlich niedergestochen zu haben.

Für den Prozess sind noch neun weitere Verhandlungstage angesetzt. Der nächste ist für den 20. November geplant.


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