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Getöteter Luchs im Lamer Winkel Hatte der Verdächtige ein Luchsohr als Trophäe?

Bei dem Mann, der im Verdacht steht, einen Luchs getötet und die abgetrennten Läufe an einer Fotofalle abgelegt zu haben, ist nach BR-Informationen offenbar ein abgeschnittenes Luchsohr gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft wollte dazu zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Von: Renate Rossberger

Stand: 16.12.2016

Luchs | Bild: pa/dpa/F. Hecker

Luchsohren gelten als besonders gut geeignete Trophäe, die Tiere sind für ihre markanten "Pinselohren" bekannt. Die Staatsanwaltschaft Regensburg wollte dazu keine Stellung nehmen.

Auf der Suche nach DNA-Spuren

Man habe bei dem Jäger aus Lohberg (Lkr. Cham) mehr als nur Jagdwaffen sichergestellt, sagte Oberstaatsanwalt Theo Ziegler dem BR. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er aber nicht sagen, was genau gefunden wurde. Es sei aber nichts sichergestellt worden, was eine Luchstötung unmittelbar nachweisen würde.

Um mögliche Spuren zu finden, stehen deshalb umfangreiche Laboruntersuchungen an, bei denen zum Beispiel nach DNA-Spuren der getöteten Tiere an den sichergestellten Gegenständen gesucht wird. Das werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Entzieht Landratsamt den Jagdschein?

Auf Ergebnisse der Staatsanwaltschaft wartet auch das Landratsamt Cham, das prüfen wird, ob dem tatverdächtigen Mann möglicherweise der Jagdschein entzogen wird. Luchse sind streng geschützte Tiere, die ganzjährige Schonzeit haben. Momentan sei man aber nur über den Anfangsverdacht gegen den Mann informiert, heißt es vom Landratsamt. Sollte der Verdacht sich weiter erhärten, werde der Entzug des Jagdscheins und der Waffenbesitzkarte erfolgen. Momentan gebe die Rechtslage diese Schritte noch nicht her.

Den Entzug des Jagd- und des Waffenscheins in diesem Fall fordert schon jetzt der Landesbund für Vogelschutz. Er vermutet außerdem, dass der Lohberger kein Einzeltäter ist. "Das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein", sagte Markus Schmidberger von der LBV-Kreisgruppe Cham. "Wir vermuten, es gibt mehrere Täter, die für die Luchstötungen verantwortlich sind." Man hoffe, dass die Staatsanwaltschaft zumindest im Fall des Lohbergers den Tatnachweis führen kann.


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Bernd Schumann, Dienstag, 20.Dezember, 18:46 Uhr

9. Luchsmorde im bayrischen Wald

Ich hoffe, dass alle Naturverbände in Deutschland den Druck auf die bayrische Regierung weiter erhöhen um eine restlose Aufklärung dieser Morde von den Idioten aufzuklären. Die Jäger sollten viel mehr überwacht werden. Außerdem brauchen wir eine Spezialeinheit für Artenschutz u.s.w.

danis petra, Montag, 19.Dezember, 18:04 Uhr

8. lohbergers luchsmörder

was muß noch die rechtslage herbringen, wenn bei dem jäger ein ohr des luchses gefunden wurde. fingerabdrücke ja! allen die an der wolfs- oder luchstötung beteiligt waren und sind gehört der jagdschein entzogen. diese menschen machen vor geschützten tiere keinen halt, was muß man den n och erwarten ? wofür machen denn die noch den finger krumm? solche menschen machen vor nichts mehr halt. pfui!!4

Recht So, Samstag, 17.Dezember, 13:48 Uhr

7. Vorverurteilung abzulehnen

Bevor man dem Jäger irgend etwas entzieht, ihn beschuldigt oder gar namentlich nennt sollte doch ein Gericht zuvor Recht gesprochen haben.

  • Antwort von waldler, Montag, 19.Dezember, 09:49 Uhr

    In Lohberg wird er schon bekannt sein

asor, Freitag, 16.Dezember, 15:56 Uhr

6. Getöteter Luchs

Ich finde es abscheulich und höchst kriminell, wenn ein Jäger hier auch noch Trophäen zur Schau stellt. -
Ihm gehört der Jagdschein auf Lebenszeit entzogen und zusätzlich alle in seinem Besitz befindlichen Waffen konfisziert. Außerdem muss auch eine spürbare Strafe erfolgen. - Ein Jäger ist meines Erachtens ein "Heger" und sollte der Natur dienen!

Helmut, Freitag, 16.Dezember, 15:28 Uhr

5. Hat er oder hat er nicht ?

Was soll die tröpfchenweise Informationsgabe ? Kann der BR nicht warten , bis die Staatsanwaltschaft eine Stellungnahme rausgibt ? Spekulationen sind sehr nahe an Vorverurteilung.