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"Luchsfall" aus Lohberg Ermittlungen dauern noch an

Die Ermittlungen im sogenannten Luchsfall aus Lohberg (Lkr. Cham) sind noch immer nicht abgeschlossen. Der Fall hatte wegen seiner Grausamkeit bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Von: Renate Roßberger

Stand: 05.07.2017

Eurasischer Luchs | Bild: picture-alliance/dpa

Das Ganze sei eine Sisyphos-Arbeit, hieß es heute von der Staatsanwaltschaft Regensburg. Mehrere Gutachten, unter anderem zu DNA-Spuren auf den beschlagnahmten Waffen oder zum Abgleich mit der bayerischen Luchs-Datenbank, seien bereits fertig. Andere Gutachten seien noch in Arbeit, momentan vor allem ein Gutachten zum Munitionsvergleich.

Die Munition, die man bei der Hausdurchsuchung des Tatverdächtigen gefunden hat, werde mit den winzigen Munitionsresten verglichen, die man in den abgetrennten Luchsvorderläufen entdeckt hatte. Außerdem sei eine Abklärung mit der tschechischen Luchs-Datenbank in Auftrag gegeben. Wann die Ermittlungen beendet sind, konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht sagen.

Abgetrennte Beine von zwei Luchsen gefunden

Im Mai 2015 waren in der Nähe der Bayerwaldgemeinde Lam (Lkr. Cham) abgetrennte Beine von zwei Luchsen gefunden worden, die ein Unbekannter illegal getötet hatte. Nach monatelangen ergebnislosen Ermittlungen hatte es im Dezember 2016 überraschend eine großangelegte Hausdurchsuchung im Anwesen eines Jagdberechtigten in Lohberg (Lkr. Cham), einem Nachbarort von Lam, gegeben. Seitdem warten viele darauf, ob der Mann tatsächlich als gesuchter Täter dingfest gemacht werden kann oder die Ermittlungen wieder im Sand verlaufen.

Im Bayerischen Wald wurden in den letzten Jahren immer wieder geschützte Luchse getötet, ohne dass man die Taten aufklären konnte.


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websaurier, Mittwoch, 05.Juli, 16:00 Uhr

1. Oh je....


Da kann man sich schon ausmalen, was am Ende rauskommt.
Es steht ja schon im Text: ...oder die Ermittlungen WIEDER im Sand verlaufen...

  • Antwort von Mustermann, Mittwoch, 05.Juli, 16:35 Uhr

    Das ist doch wohl klar - eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus! Niemals!!

  • Antwort von Michael, Samstag, 08.Juli, 18:58 Uhr

    Für manche steht der Schuldige schon vor dem Richterspruch fest... typisch in solchen Fällen