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Großeinsatz in Lappersdorf Mann mit Säbel bewaffnet

In Lappersdorf (Lkr. Regensburg) hat am Mittwochmorgen ein Großeinsatz der Polizei eine Siedlung in Aufruhr versetzt: Ein 45-Jähriger randalierte in seiner Wohnung und verschanzte sich darin. Er war mit einem Säbel bewaffnet.

Stand: 24.02.2016

Großeinsatz in Lappersdorf | Bild: Ratisbona Media

Das ergab die Durchsuchung der Wohnung des Randalierers. Außerdem fand die Polizei verschiedene Messer und eine geringe Menge Rauschgift.

Erst randaliert, dann verschanzt

Gegen 9.30 Uhr wurde die Polizei informiert, dass der Mann in einem Mehrfamilienhaus randalierte. Beim Eintreffen der Beamten mussten sie annehmen, dass der 45-Jährige bewaffnet ist. "Die Kollegen der örtlichen Inspektion sind auf einen Mann getroffen, der nicht zugänglich war. Bei ihm wurde ein langer schwertähnlicher Gegenstand gesehen", sagte Polizeisprecher Albert Brück.

SEK-Kommando angefordert

Weil unklar war, ob eine Selbstgefährdung oder eine Gefahr für andere Menschen drohen könnte, wurde seitens der Polizei ein Großeinsatz gestartet. Die angerückten Beamten versuchten, Kontakt mit dem Mann aufzunehmen: Dieser Versuch scheiterte allerdings. Da weitere Bemühungen einer einberufenen Verhandlungsgruppe zunächst scheiterten, wurde ein Spezialeinsatzkommando zur Verstärkung angefordert. Das Haus in der Sommerstraße wurde vorsorglich evakuiert, das Areal weiträumig abgesperrt

Mann gibt freiwillig auf

Der Einsatz des SEK war aber nicht mehr notwendig, da der Mann in der Zwischenzeit aufgab und sich ohne Gegenwehr stellte. Der 45-Jährige Mann ist polizeibekannt und wurde nach der Festnahme von einem Amtsarzt untersucht und in Fachklinik eingewiesen. Er befinde sich in einer "psychischen Ausnahmesituation“, sagte Polizeisprecher Brück. Die Polizei muss allerdings noch prüfen, ob sich der polizeibekannte Mann mit seinem Verhalten überhaupt strafbar gemacht hat. Auch der Grund für seinen psychischen Ausnahmezustand ist noch unklar.


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