19

Antrag auf "Lady-Zonen" in Regensburg Geschlechtertrennung einstimmig abgelehnt

Vergünstigte Frauentaxis und spezielle pinke "Lady-Zonen" in Stadtbussen wird es in Regensburg vorerst nicht geben. Ein Antrag mit dieser Idee ist im Stadtplanungsausschuss am Abend einstimmig abgelehnt worden.

Stand: 20.01.2016

Entwurf einer Ladyzone in einem Bus | Bild: Christian Janele/Entwurf für Antrag

Stadtrat Christian Janele von den Christlich-Sozialen Bürgern (CSB) hatte den Antrag auf den Weg gebracht. Seine Begründung: Er wolle mehr Sicherheit für Frauen, die in der Dunkelheit unterwegs sein müssen. Mit etwa 2,50 Euro solle die Stadt nächtliche Taxifahrten von Frauen, Jugendlichen und Senioren bezuschussen, so der Plan. In Stadtbussen stellt sich Janele einen pink markierten Bereich vor, in den sich keine Männer setzen dürfen.

Einstimmig dagegen

Der Regensburger Stadtplanungausschuss hat die Pläne aber erstmal einstimmig gestoppt: In Regensburg habe man gar kein so großes Sicherheitsproblem, sagten selbst Stadträtinnen. "Hier werden Probleme konstruiert, wo keine sind", erklärte zum Beispiel Margit Kunc von den Grünen, die im Verein "Frauen helfen Frauen" aktiv ist. Im häuslichen Bereich seien Frauen mehr gefährdet als im öffentlichen Raum. Rechtsreferent Wolfgang Schörnig sieht rechtliche Schranken bei der Umsetzung. Die Regensburger Verkehrsbetriebe wie auch die Polizei sähen ebenfalls keinen Bedarf, so Schörnig.

"Schlimm, dass erst was passieren muss"

Mit der Ablehnung sei zu rechnen gewesen, meinte Stadtrat Janele nach der Sitzung. Selbst mitstimmen konnte er nicht, weil er dem Ausschuss nicht angehört. Dem BR sagte er: "Schlimm, dass erst was passieren muss". Viele Frauen hätten ihm berichtet, wie unwohl sie sich in der Dunkelheit zu Fuß fühlten. Väter wiederum würden sich Sorgen um ihre Töchter und Frauen machen, wenn diese bei Dunkelheit unterwegs seien. Mehrere Frauen hätten ihm berichtet, wie ihnen Männer bei Busfahrten zu nahe gekommen seien, so Janele. Er wolle mit dem Vorstoß jedoch keinen Generalverdacht aussprechen in irgendeine Richtung, wie etwa gegen Asylbewerber. Es gehe einfach um zusätzliche Sicherheit.

Nun will die CSB-Fraktion prüfen, wie man den Plan für Lady-Taxis und Lady-Zonen in Bussen weiter verfolgen kann. In Heidelberg beispielsweise laufe ein solches Taxi-Projekt erfolgreich, betonte Janele.


19

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

A.W., Samstag, 23.Januar, 19:43 Uhr

6. Tut das nicht!

Tut das nicht!
Damit würdet ihr diesen Männern mit krankem Weltbild genau die Welt erschaffen, die sie sich wünschen, denn sie würden diesen "Schutz" innerhalb kürzester Zeit pervertieren gemäß dem Motto: "Eh, du, hier ist Männer-Zone, hier darfst du nicht sein. Da hinten ist Zone für Menschen zweiter Klasse - geh da hin, wo du hin gehörst."
Tut es nicht!!!

Bettina Wirtz, Samstag, 23.Januar, 18:24 Uhr

5. Lady-Zonen in Bussen

Warum soll ich mich als Frau in meinem eigenen Land in Zonen verbannen lassen zum Schutz vor Typen, die angeblich auf der Suche nach Schutz aus fremden Ländern zu uns kamen und deren Aufenthalt auch von meinen Steuergeldern bezahlt wird??? Statt dessen sollten wir diese Typen aus unserem Land verbannen und die Frau, die uns diese Typen einschleppt, gleich mit, damit sie aus erster Hand Eindrücke sammeln kann, wie die Willkommenskultuer gegenüber Frauen in diesen Zonen ist.
Vielen Dank Frau Merkel, für die Zerstörung unserer Kultur gegenseitiger Achtung, die Frauen und Männer gemeinsam (!!!) aufgebaut hatten. Wie sagten Sie so schön: "Wenn ich mich dafür entschuldigen muss, dass ich freundlich bin, dann ist da nicht mehr mein Land." Nun, wenn jemand für den Satz "Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht eben auch verwirkt." angegriffen wird, dann ist das nicht mehr mein Land - und dramatisch für die Flüchtlinge, die nach unseren Regeln mit uns zusammen leben wollen!

NeEs, Dienstag, 19.Januar, 18:06 Uhr

4. Es lebe die Trennung

Das ist die absolut falsche Herangehensweise.
Man braucht keine 2 Zonen in einem Bus, nein man braucht 3 Busteile natürlich baulich getrennt, in Teil 1 dürfen nur Frauen und Kinder bis 12 Jahre. In Teil 2 Alle die sich weder männlich noch weiblich fühlen und in Teil 3 dann die Männer, wobei jeder Mann der einsteigt gleich eine DNA Probe sowie Fingerabdrücke abgeben muss. Teil 3 ist natürlich rund um die Uhr Video-überwacht und alle Aufnahmen werden 3 Jahre lang gespeichert.

Was soll der Mist bitte. im Gedränge des morgendlichen Berufs und Schulverkehrs in Öffentlichen Verkehrsmitteln sind solche Linien nicht einzuhalten.
Es lebe das Feminazitum, mit Feminismus hat das gar nichts mehr zu tun.

  • Antwort von Robert, Donnerstag, 21.Januar, 04:57 Uhr

    Die Christlich-Sozialen Bürger sind also "Feminazis"? Waren Sie überhaupt jemals in einer Gedenkstätte, wo den Millionen ermordeter Opfer des NS-Staates gedacht wurde, dass Sie diese Bürgerpartei in die Nähe der Nazis und der SS stellen? Oder verwenden Sie Worte wie Nazis ohne jede Kenntnis der deutschen Geschichte, einfach um völlig falschen Vergleiche anzustellen? Was hat ein Bereich für Frauen in einem Bus mit der Vergasung von Juden zu tun?

Thomas W., Dienstag, 19.Januar, 12:58 Uhr

3. Scharia

Mich erinnert das an die Scharia und Saudi Arabien.

Ausserdem würde es mich als atheistischen Mann stören, wenn ich im Bus stehen muss, wenn noch Plätze frei sind, die aber nur für Frauen reserviert sind.

Ich bin für gleich Rechte für beide Geschlechter. Nicht für mehr Rechte für Frauen.

Obel, Dienstag, 19.Januar, 11:55 Uhr

2. Das ist ein falsches Signal

Anpassen müssen sich die "Gäste" an unsere Kultur und nicht umgekehrt!