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Bombe im Kamin Verhafteter bestreitet die Tat

Nach dem mutmaßlichen Sprengstoffanschlag auf ein Ehepaar aus Steinberg am See (Lkr. Schwandorf) hat der Verdächtige die Tat bestritten. Dem 67-Jährigen wird vorgeworfen, eine Bombe im Kamin der Eheleute deponiert zu haben. Beim Anheizen kam es zu einer heftigen Explosion.

Stand: 18.01.2016

Das Haus, in dem es zur Explosion kam | Bild: BR/Andreas Wenleder

Der 67-Jährige war am Wochenende vernommen worden, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Die Kripo ermittelt gegen den Mann wegen versuchten Mordes und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion; am Samstag (16.01.16) hatte der Haftrichter Haftbefehl erlassen.

Bombe in Holzscheit

Der Mann aus dem Landkreis Schwandorf soll seit längerem mit dem Ehepaar im Streit gelegen und deshalb versucht haben, es mit einem Kamin-Sprengsatz umzubringen. Dazu arbeitete er den Ermittlungen zufolge einen metallischen Gegenstand in ein Holzstück ein. Als die Frau nichtsahnend den Scheit am Donnerstagabend in ihrem Kaminofen verfeuerte, explodierte er, Splitter flogen durch die Wohnung. Dabei wurde der 59 Jahre alte Ehemann leicht verletzt, seine zwei Jahre jüngere Ehefrau blieb unverletzt. Das Metallstück wird derzeit von einem Sachverständigen des Landeskriminalamts untersucht. Zudem will die Polizei in den nächsten Tagen weitere Menschen aus dem Umfeld der Betroffenen vernehmen.

Beweismittel sichergestellt

Der Tatverdächtige konnte in seiner Wohnung festgenommen werden. Dort fand die Polizei zahlreiche Beweismittel, die darauf hindeuten, dass er die Bombe gebaut haben dürfte.


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