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Nach Insolvenz bei Neumarkter Ofenbauer Hat Kago noch eine Chance?

Wie geht es weiter mit dem Ofenbauer Kago in Postbauer-Heng (Lkr. Neumarkt)? Die Zukunft scheint ungewiss. Nachdem der Betrieb vergangenen Freitag Insolvenzantrag gestellt hatte, kamen Beschäftigte und Insolvenzverwalter jetzt zu einer Lagebesprechung zusammen.

Stand: 26.01.2016

Symbolbild: Ein Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens | Bild: colourbox.com

Insolvenzverwalter Volker Böhm traf sich am Montag (25.01.16) mit einem Großteil der insgesamt knapp 70 Beschäftigten. Dabei seien die weiteren Schritte im Insolvenzverfahren und die aktuelle Lage des Unternehmens besprochen worden, so ein Sprecher der Kanzlei heute zum BR.

Rettung scheint schwierig

Die Lage sei äußerst schwierig, weil Kago schon seit Längerem Probleme mit der Liquidität habe, der Geschäftsbetrieb zum Stillstand gekommen sei und die Löhne und Gehälter seit November nicht mehr gezahlt worden seien. Ziel sei, dass die Kago-Beschäftigten möglichst schnell Insolvenzausfallgeld bekämen. Erste Gespräche mit der Arbeitsagentur hätten bereits stattgefunden, so der Sprecher.

Eine Rettung des Unternehmens scheint schwierig zu sein. Aus Mitarbeiterkreisen ist zu hören, dass ein neuer Investor für einen Fortbestand einiges an Geld in die Firma stecken müsste.

Bewegte Geschichte von Kago

Im Jahr 1972 von dem aus der DDR geflüchteten Maurer Karl-Heinz Gonschorowski (Kago) gegründet, entwickelte sich die Zwei-Mann-Firma über die Jahrzehnte zu einer Unternehmensgruppe mit insgesamt 1.500 Mitarbeitern an mehreren Standorten. 2007 gab es die ersten Geschäftseinbrüche. Nach der Insolvenz im Jahr 2010 wurde Kago von der German Pellets GmbH geschluckt und unter dem neuen Namen "Kago Wärmesysteme GmbH" weitergeführt. German Pellets wiederum macht aktuell Schlagzeilen durch einbrechende Anleihen.


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