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Ende der Wirtschaftssanktionen gegen Iran Firmen in Ostbayern erhoffen sich gute Geschäfte

Nach dem Atomabkommen mit dem Iran werden die seit knapp zehn Jahren geltenden Sanktionen gegen den Öl-Staat aufgehoben. Auch viele Unternehmen in Ostbayern erwarten sich jetzt gute Geschäfte mit dem Staat.

Stand: 18.01.2016

Zahnräder und Hand mit Arbeitshandschuh (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Auf zweistellige Wachstumsraten beim Iran-Geschäft hofft man jetzt beispielsweise bei der Nabaltec AG in Schwandorf. Der Hersteller von Spezialkunststoffen war eines von gut 60 Unternehmen aus der Oberpfalz, die auch in den Sanktionsjahren Beziehungen in den Iran aufrecht erhalten konnten. In geringem Umfang waren Exporte in den Iran erlaubt – etwa wenn sie nicht das Militär betrafen.

IHK freut sich auf gute Aufträge

Jetzt ist das Interesse der ostbayerischen Unternehmen an einem Engagement im Iran riesig, sagt Alfred Brunnbauer von der IHK Regensburg. Gute Aufträge winken etwa bei der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und der Petroindustrie. Außerdem sind dort Automobilzulieferer und Maschinenbau-Unternehmen gefragt, sagt Brunnbauer.

Zwieseler Glas im Iran?

Auch Unternehmen aus Niederbayern strecken ihre Fühler aus: Für zwei Fachmessen für Bau und Gesundheit im Frühjahr in Teheran gibt es schon Anmeldungen niederbayerischer Firmen. Im März veranstaltet die IHK Passau außerdem ein Iran-Seminar für investitionswillige Unternehmer. Angemeldet hat sich beispielsweise Frank Lingl von "Zwiesel Kristallglas". Er hofft, dass der Glasproduzent vom Aufbau der iranischen Tourismus- und Hotelinfrastruktur profitieren kann. "Für uns geht es aber erst einmal darum, einen passenden Partner im Iran zu finden."


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