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Ansteckend für Mensch und Tier Hasenpest im Landkreis Cham nachgewiesen

Bei einem Feldhasen, der sich offenbar bei Michelsdorf (Lkr. Cham) auffällig verhalten hatte, hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) den Erreger der Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen. Das hat das Landratsamt Cham jetzt mitgeteilt.

Stand: 08.01.2016

Feldhase sitzt im Gras (Symbolbild). | Bild: pa/dpa

Bei dem Erreger handelt es sich demnach um ein Bakterium mit dem Namen Francisella tularensis, das meist bei Feldhasen und Wildkaninchen auftritt, mit dem sich aber auch Menschen und andere Tiere infizieren können. Erkrankte Wildtiere sind laut Landratsamt matt und teilnahmslos, verlieren ihre Schnelligkeit, aber auch ihre angeborene Scheu und sterben häufig an der Infektion.

Direkter Kontakt ist gefährlich

Der Mensch kann sich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder mit deren Ausscheidungen anstecken. Es besteht jedoch auch eine Gefahr durch Stäube, Bisse, blutsaugende Insekten und unzureichend erhitztes Wildbret. Insgesamt sind Infektionen von Menschen und Hunden aber selten, gefährdet sind den Angaben zufolge vor allem Jäger, Metzger, Köche und Tierärzte.

Grippeartige Symptome bei Ansteckung

Nach einer Inkubationszeit von drei bis zehn Tagen zeigen sich in der Regel grippeartige Symptome, an der Infektionsstelle kann sich auch ein Geschwür entwickeln. Im Fall einer Erkrankung lässt sich Tularämie mit Antibiotika behandeln, die Heilungschancen gelten als sehr gut.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist laut Landratsamt nicht bekannt. Dennoch wird empfohlen, kranke oder tote Feldhasen oder Wildkaninchen nicht anzufassen, den zuständigen Jäger zu informieren und Hunde von den Kadavern fernzuhalten.


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