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Beamte aus der Oberpfalz und Tschechien Grenzüberschreitende Übung: Polizei sucht und findet "Vermisste"

40 Polizeibeamte aus der Oberpfalz und aus Tschechien haben am Donnerstag an einer gemeinsamen Übung teilgenommen. Ausgehend von Neukirchen beim heiligen Blut suchten sie nach vermissten Personen - und fanden alle drei.

Von: Renate Roßberger

Stand: 12.10.2017

Das Fazit des Polizeipräsidiums fällt positiv aus: Das Übungsszenario hat geklappt. Drei bereits bewusstlose Vermisste, die von tschechischen Einsatztrainern realistisch dargestellt worden waren, konnten die Einsatzkräfte gemeinsam und mit einem Mantrailerhund finden und retten.

Kommunikation bleibt Aufgabe

Während der rund vier Stunden langen Vermisstensuche im deutsch-tschechischen Grenzgebiet funktionierten die Handys in dem unwegsamen Waldgebiet zwar nicht, dafür klappte es mit dem Digitalfunk besser als erwartet. Die größte Hürde blieb der Sprachunterschied: Auch wenn manche Beamte Deutsch beziehungsweise Tschechisch sprechen, und viele jüngere Beamte sich auf Englisch verständigen, bleibt die Kommunikation eine Aufgabe. Vor allem, weil die Zusammenarbeit im Alltag nicht weniger werden wird, glaubt Gerhard Höfler, Leiter der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen.

Nah an der Realität

Mit so einem Szenario hat die Polizei auch in der Realität öfters zu tun. Verzweifelte Menschen äußern Selbstmordabsichten, verschwinden von zuhause oder verkriechen sich in den dichten Wäldern im Grenzgebiet. In diesen Fällen hat die Polizei auch schon grenzüberschreitend zusammengearbeitet. Mit der Übung wollten die oberpfälzer und tschechische Polizei herausfinden, wie sie ihre Zusammenarbeit noch verbessern können.


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