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Grafenwöhr & Bayerischer Wald Haben die Wölfe Nachwuchs?

In diesem Jahr könnte es in Niederbayern und der Oberpfalz ein erstes Wolfs-Rudel geben. Nachdem jeweils männliche und weibliche Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und im Bayerischen Wald bestätigt sind, warten Naturschützer und Förster auf die ersten Wolfs-Jungen.

Von: Margit Ringer

Stand: 17.07.2017

Wölfe | Bild: picture-alliance/dpa

Sollte es tatsächlich zur Paarung gekommen sein, müssten die ersten Wolfs-Kinder schon aus dem Bau gekrabbelt sein. Wölfe paaren sich im späten Winter oder frühen Frühjahr. Die Wolfsjungen verbringen dann - ähnlich wie bei Hunden - die ersten Wochen im Bau, bevor sie das erste Mal mit ihrer Mutter die Welt erkunden.

Noch keine Spuren entdeckt

Ob es tatsächlich bereits Nachwuchs gibt auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Lkr. Neustadt an der Waldnaab), ist derzeit nicht bekannt. Der Bundesforst, zuständig für den Truppenübungsplatz, hält sich bedeckt. Das Landesamt für Umwelt wird Wolfs-Nachwuchs erst dann bestätigen, wenn die Jungen über Wildkameras gefilmt oder über Spuren nachweisbar sind.

Warnung vor "Wolfs-Tourismus"

Möglicherweise gibt es auch keinen Nachwuchs. Experten zufolge gebe es auch Wolfs-Pärchen, die jahrelang ohne Nachwuchs sind.

Auf dem Truppenübungsplatz sind seit dem Frühjahr zwei Männchen und ein Weibchen bestätigt. Zudem gibt es ein Pärchen im Nationalpark Bayerischer Wald. Naturschützer und Förster warnen allerdings vor "Wolfs-Tourismus". Der Truppenübungsplatz ist militärisches Sicherheitsgebiet, ein unbefugtes Betreten kann Lebensgefahr bedeuten.

Angst vor Wölfen unbegründet

Sollte sich nun tatsächlich ein Wolfs-Rudel im Bayerischen Wald ansiedeln, besteht für den Menschen keinen Grund, sich zu sorgen, betont Tierarzt und Wolfsexperte Peter Blanché. Die Angst vor Wölfen sei meist übertrieben.

"Da ist die Angst vor Hunden noch begründeter, weil man da öfter einen trifft und dass da mal einer einen beisst ist eher denkbar. Passiert ja auch häufiger, während Wölfe den Menschen extremst selten verletzen oder gar töten."

Peter Blanché, Wolfsexperte


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Weiß-Naber Maria, Donnerstag, 20.Juli, 21:58 Uhr

10. Wölfe im Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Die Wölfe werden auch außerhalb des Truppenübungsplatzes , d.h. in den angrenzenden Revieren gefährtet.

Frau Schneider, Donnerstag, 20.Juli, 08:21 Uhr

9. Wildkameras

Ich bin ja nur quasi Laie....aber ich besitze eine Wildkamera, die wir oft und viel aufstellen. Aus Neugier, was sich alles so nachts im Garten und im anliegenden Feld und Wald rumtreibt. Wir haben eine tolle Sammlung von Dorfkatzen (alle Größen und Formen und Arten), Füchse, Igel und Spätheimkehrern vom Wirtshaus auf den Bildern morgens.

Jetzt könnte man doch auch im betreffenden Wald solche Kameras aufstellen, oder? Natürlich kommt man mit einer Kamera nicht weit, das müssten schon mehr sein. Wie sonst will man das feststellen?

Ich persönlich brauche keinen Wolf, wenn die so zahm wie die Füchse werden, die bei uns mit herumlungern, dann herzlichen Glückwunsch.

Wolfgang, Mittwoch, 19.Juli, 18:24 Uhr

8. Ein Grund für Panik und Angst?

Wieviel Wolfsrudel mit ihren Reviernasprüchen hätten den Platz und Nahrungsangebot in Deutschland?

Wie ist daß denn in der Ukraine und Rumänien mit den Wölfen der Karparten? Verlassen die die einsamen Wälder und dringen mit dem Verlust der Schu vor Menschen in städtische oder dichte dörfliche Regionen vor? Werden dort Pferde mit Fohlen auf der Koppel angegriffen?
Werden dort angebunden Eeinzelschafe oder -ziegen tags auf der Wiese hinterm Haus angegangen von Wölfen?

Oder reichen die Maßnahmen die auch wegen Füchsen nötig sind zum Schutz von Schafen, Ziegen oder Hühnern?

Oder eher eine Bedrohung der trotz Abschußßplan nicht erlegten Rehe?

Michael D., Dienstag, 18.Juli, 21:33 Uhr

7. Das kann man so oder so sehen.

Da brechen nur Gutmenschen in ein Freudengeheul aus. Als Landwirt oder sonstiger Tierhalter kriegt man da seltsame Anwandlungen an Besorgnis.

Fraglich, Dienstag, 18.Juli, 13:56 Uhr

6. Dinosaurier fehlen noch

Wenn man einen Dinosaurier zum Leben erwecken könnte, gäbe es bestimmt auch gleich "Beschützer", und Angst unbegründet.