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Gloria von Thurn und Taxis Durchlaucht mischt sich in die Geschlechterdebatte ein

Gloria von Thurn und Taxis mischt sich erneut mit provokanten Äußerungen in eine gesellschaftspolitische Debatte ein. Dieses Mal zieht sie in der offiziellen Zeitung des Bistums Regensburg gegen die Gleichstellung der Geschlechter und transsexueller Menschen zu Felde.

Von: Uli Scherr

Stand: 11.08.2017

Gloria von Thurn und Taxis | Bild: pa/dpa

Gloria empfiehlt in der jüngsten Ausgabe der "Katholischen Sonntagszeitung" mit Blick auf den Feiertag Mariä Himmelfahrt eine Hinwendung zur Heiligen Maria. Das "schärft unseren Verstand, zu erkennen, wo der Widersacher lauert", schreibt sie wörtlich und nimmt konkret Bezug zur Diskussion um das "Gender Mainstreaming", also die  Förderung der Geschlechtergleichstellung.

"In der Sklaverei wollte uns der Teufel immer schon haben. Nun hat er einen Teil der Wissenschaft hinter sich gebracht, der uns einreden will, wir seien nur die Summe unserer Veranlagungen."

Gloria von Thurn und Taxis in der 'Katholischen Sonntagszeitung'

Sexuelle Vielfalt

"Mittlerweile gibt es offiziell 60 verschiedene Geschlechteridentitäten, von Transgender bis Pangender und intersexuell", so die Fürstin. Jetzt werde den Kindern bereits in der Vorschule spielerisch beigebracht, "wie sich sexuelle Vielfalt angeblich positiv auswirkt", behauptet sie.

"Es ist heute wichtiger denn je, die Gottsmutter im Gebet anzurufen. Wir brauchen ihren Schutz, Ihren Rat, aber vor allem die Gnade, uns aus der Unfreiheit zu befreien, damit wir frei als Gotteskinder leben können. Dafür feiern wir sie und dafür pilgern wir zu ihr, damit Sie unser Herz erleuchtet, um nicht unterzugehen in der Unfreiheit unserer Zeit."

Gloria von Thurn und Taxis in der 'Katholischen Sonntagszeitung'

Die Chefin des Hauses Thurn und Taxis sorgt mit ihren Einlassungen immer wieder für Aufsehen. Zuletzt hatte sie in einem BR-Interview den Gewalt- und Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen relativiert.

  • BR-Mitarbeiter Uli Scherr | Bild: Timo Lauber Uli Scherr

    Uli Scherr ist Mitarbeiter im Regionalstudio Ostbayern in Regensburg


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Kommentare

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websaurier, Montag, 14.August, 16:21 Uhr

49. Es lohnt sich nicht...


So viele Kommentare...

Die Gute ist mit einem solchen komplexen Thema doch völlig überfordert...
Hat schon Schwierigkeiten, die Fachbegriffe fehlerfrei auszusprechen !

Wolfgang, Freitag, 11.August, 18:29 Uhr

48. Ungleiches gleichstellen wollen ist Blödsinn.

1. Wie auch immer jemand sich und seine Sexualität oder sexuellen Interessen definiert interessiert den Staat nicht, wird bei keinem Gesetzesvollzug oder Vorschriftenanwendung abgefragt, muß nie erklärt werdne oder ist eine Entscheidungsgrundlage.

2. Ob Mann und Frau, 3 Männer, 2 Transgender mit 4 Lesben zusammenleben, das interssiert nicht und ist legal und legitim. Von daher besteht hier im Land volle Gleichberechtigung, bei allen Fragen, auch bei Ehe und Adoption.

Weder wurde im Standesamt bisher gefragt ob und wer heterosexuell, lesbisch oder beides wäre, geachtet wurde nur ob das Aufgebot von EINEM Mann und EINER Frau nach Personenstandsdokukument ( Geburtsurkunde und Staatsbürgerausweis ) gestellt wurde.

Ebenso bei Adoption, die Jugendämter halten oder hielten nur Ehepaare bestehend aus Mann und Frau für geeignet Kinder gemeinsam zu adoptieren, hier aber auch keine Nachweise ob lesbisch, homosexuell, tricksielle oder heterosexuell eingestellt.

Wozu das Fordern?

Hans, Freitag, 11.August, 18:15 Uhr

47.

Man muss nicht zu den Schlossfestspielen gehen und nicht auf den Weihnachtsmarkt. Und wenn man doch hingeht, kann man faules Obst usw. mitnehmen...

Didier , Freitag, 11.August, 17:59 Uhr

46. Ich finde, hier wird zuviel

ad hominem gelabert. Bitte mehr zur Sache an sich. Danke.

sothiba, Freitag, 11.August, 17:51 Uhr

45. Fürstin und sexuelle Orientierung

In 60 Geschlechteridentitäten zu unterscheiden was die sexuelle Orientierung betrifft halte ich für ausgesprochen unzutreffend. Vermutlich spricht die Fürstin von etwas völlig anderem, hat sich nur im Thema vermischt.und aufgeregt... Das Wechselspiel, Persönlichkeit und die Rollenspiele in jeder Partnerschaft unterliegen doch immer noch eindeutigen männlichen oder weiblichen Merkmalen. Animus und Anima - Verhalten, und äußeren Geschlechtsmerkmalen. welches an sich doch eine recht persönliche Angelegenheit ist.

Der Gender-hype als solches war wahrscheinlich notwendig um mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen. Ich persönlich finde ihn überflüssig. Das sexuelle Orientierung in unserer Zeit in den drei bekanntesten Partnerschaftsverbindungen unterteilt wird und öffentlich jetzt gleichgeschlechtlich geheiratet werden kann, ist halt so, warum nicht. Und so recht begriffen habe ich hier im Artikel die Mitteilung der Fürstin nicht oder was sie überhaupt damit sagen will.