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Fund im Historischen Museum Regensburg Umstrittenes Gemälde offiziell kein Dürer

Das angebliche Dürer-Gemälde, das im Historischen Museum von Regensburg aufgetaucht sein soll, hatte im Herbst 2016 für Aufsehen gesorgt. Fachleute hatten den angeblichen Sensationsfund schnell angezweifelt. Jetzt ist auch gutachterlich belegt: Es ist kein Dürer.

Von: Uli Scherr

Stand: 21.03.2017

Der angebliche Dürer-Fund in Regensburg | Bild: BR/Katharina Häringer

Die Stadt Regensburg beruft sich bei ihrer heutigen Mitteilung auf das Ergebnis von zwei unabhängigen, kunsthistorischen Gutachten. Die Experten von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und vom Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg seien sich demnach einig: Eine Zuschreibung des Regensburger Tafelbildes an den Künstler Albrecht Dürer sei abwegig.

Hobby-Historiker entdeckte "Dürer"

Der Münchner Hobby-Historiker Rudolf Reiser war im Oktober mit der Behauptung an die Öffentlichkeit gegangen, das Tafelbild sei von Albrecht Dürer angefertigt worden. Reiser berief sich bei seiner Beweisführung einzig auf Briefe Dürers, in denen der Meister angeblich auf das Gemälde hingewiesen habe. Experten meldeten schnell Zweifel an Reisers Theorie an.

Ist Gemälde Raubkunst?

In der Folge machte das Gemälde dann noch einmal Schlagzeilen, weil es sich möglicherweise um Raubkunst handelt: Das Gemälde befand sich nämlich ab 1942 im Besitz der NS-Größe Hermann Göring. Heute gehört das Bild den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, als Dauerleihgabe befindet es sich aber bereits seit 1962 in Regensburg.


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Kommentare

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Barbara, Dienstag, 21.März, 16:37 Uhr

1. Wer einen echten Albrecht Dürer sehen will, der schaue sich die Bilder an

von den Aposteln: Johannes und Petrus sowie Paulus und Markus! Zu sehen in der Alten Pinakothek in München.