4

Nach Renovierung Förderverein für Basilika Waldsassen wird gegründet

Am Mittwoch hat sich ein Förderverein für die Basilika in Waldsassen (Lkr. Tirschenreuth) gegründet. Damit soll unter anderem auch die Begeisterung für das Gotteshaus geweckt werden. Die Basilika gilt als eine der schönsten Barockkirchen Süddeutschlands.

Von: Margit Ringer

Stand: 15.11.2017

Die Basilika in Waldsassen | Bild: pa/dpa

Am Mittwochabend haben Freunde und Gönner in Waldsassen einen Förderverein für die Basilika gegründet. Sie wurde in den vergangenen vier Jahren innen renoviert und erstrahlt seit dem Frühling in neuem Glanz.

Renommierter Trompeter übernimmt Vorsitz

Die Basilika von innen.

Die Begeisterung für das Gotteshaus soll mit dem Förderverein aufgenommen und erhalten werden, so der Grundgedanke der Gründerväter des Vereins. Zudem soll die Kirchenmusik unterstützt und gefördert werden. Den Vorsitz hat laut Johannes Röttges, einem Gründungsmitglied, der renommierte Trompeter und Dirigent Ludwig Güttler aus Dresden übernommen. Er hatte im Mai 2017 in Waldsassen musiziert und habe den Impuls für einen Förderverein gegeben. Güttler hat als Sprecher einer Bürgerinitiative 1989 den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche ins Rollen gebracht.

Eine der schönsten Barockkirchen

Die Waldsassener Basilika hat den Rang einer sogenannten Päpstlichen Basilika und gilt als eine der schönsten und prächtigsten Barockkirchen Süddeutschlands. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut.

Unter der Basilika befindet sich eine der größten Kloster-Gruften Deutschlands. Direkt neben der Basilika, die heute Pfarrkirche ist, befindet sich das Zisterzienser-Kloster.


4

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Barbara, Mittwoch, 15.November, 14:36 Uhr

1. Abraham Leuthner von Grundt war der Baumeister des Klosters und der Stiftskirche

Waldsassen. Der Titel "Basilika" (Königshalle) wurde von Papst Paul VI. verliehen. Kirchenschiff: 82,7 m lang, Kuppel 28 m hoch und die Kirche 23 m breit. Leuthner schuf die Pläne 1681/1682; als er zum kaiserlichen Ober-Bau- und Schatzmeister in Böhmen befördert wurde, wurde Georg Dientzenhofer, der Ältere, mit dem Bau betraut. Als dieser 1689 starb, setzte sein Bruder Christoph und schließlich Bernhard Schießer das Werk fort, der mit der Witwe von Georg Dientzenhofer verheiratet war. (vgl. die Asamkirche in München Sendlinger Straße!) Der Stuck ist von Giovanni Battista Carlone, der auch den Passauer Dom verziert hat. Der Altar von Karl Stilp, "Volksaltar" von Herbert Lankl. Die Krypta ist die größte Klostergruft nördlich der Alpen mit 86 Grabnischen.