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Gegenwind für Asylunterkünfte Regensburger Landrätin will auf Dialog setzen

Nach dem Gegenwind für die geplanten Asylunterkünfte in Alteglofsheim und Regenstauf sucht die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (FW) den Dialog mit den Bürgern vor Ort. Viele Menschen seien verunsichert, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk.

Stand: 05.02.2016

Bürgerversammlung in Alteglofsheim | Bild: BR/Marcel Kehrer

Deswegen sei eine verstärkte Kommunikation vonseiten der Politik notwendig, sagte Schweiger im Gespräch mit dem BR. In dieser Woche hatte es in einer Bürgerversammlung in Regenstauf Kritik an Plänen des Bistums Regensburg zum Bau einer Unterkunft für bis zu 150 Asylsuchende gegeben.

Schweiger sieht Chancen auf Realisierung

Auch in Alteglofsheim hat der Gemeinderat gegen eine Planung der evangelische Kirche für eine Unterkunft für 150 Flüchtlinge gestimmt. Landrätin Tanja Schweiger sieht dennoch in beiden Orten noch Chancen auf eine Realisierung der geplanten Unterkünfte.

"Ich bin soweit positiv gestimmt, dass sowohl in Alteglofsheim als auch in Regenstauf keine eindeutige Botschaft war, überhaupt keinen Asylbewerber aufzunehmen."

Tanja Schweiger (FW), Landrätin von Regensburg

Denkbar ist für die Landrätin auch, dass sie in den Gemeinden einen runden Tisch einberuft. Hier soll jeweils im kleinen Kreis über die geplanten Unterkünfte gesprochen werden.

Kirche bestätigt Angebot für Flüchtlingsunterkunft

Die katholische Kirche bleibt bei ihrem Angebot, eine Unterkunft für bis zu 150 Geflüchtete auf einem Gelände am Regenstaufer Schloss Spindlhof zu bauen. Einige Bürger haben Bedenken gegen das Projekt: Die Bürgerinitiative "Bebauung Spindlhof" befürchtet die Bildung eines sozialen Brennpunktesund fordert, das Projekte auf mehrere Orte im Gemeindegebiet aufzusplitten. Die Kirche könne nur auf Grund bauen, der ihr gehöre, sagt Bistumssprecher Clemens Neck zur Forderung der BI. Zusätzlich zu der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende sollen in einem etwa gleich großen Projekt Wohnungen mit sozialverträglichen Preisen etwa für Menschen mit Behinderungen, kinderreiche Familien, ältere Menschen oder auch Studierende entstehen.


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