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Regensburger Forscher enthüllen Fettiges Essen kann zu Wochenbett-Depression führen

Fetthaltige Ernährung und Fettleibigkeit sind Risikofaktoren für die Entwicklung von postnatalen Angsterkrankungen bei Müttern. Das haben jetzt Forscher der Universität Regensburg nachgewiesen.

Stand: 05.02.2016

Frau schiebt Kinderwagen | Bild: picture-alliance/dpa/Julian Stratenschulte

Die Ergebnisse des Teams um die Professorin Inga Neumann vom Lehrstuhl für Tierphysiologie und Neurobiologie sind in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" erschienen. Fettleibigkeit und fettes Essen machen den Effekt zunichte, dass stillende Mütter typischerweise mehr Stress aushalten.

Fett-Diät führt bei Nagetieren zu Angstverhalten

Die Regensburger Forscher haben Experimente an Nagetieren durchgeführt, da sie ähnliche Gene wie der Mensch aufweisen. Dabei wurden Muttertiere während der gesamten Trächtigkeitsphase auf eine spezielle Fett-Diät gesetzt. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass die fetthaltige Ernährung das Angstverhalten der Mütter steigerte und ebenso die Stress-Belastbarkeit verringerte, die so typisch für Muttertiere ist. Die Wissenschaftler wiesen darüber hinaus die molekularen Veränderungen im Stress-System des mütterlichen Körpers nach und lokalisieren diese exakt.

Ein Viertel aller Mütter betroffen

Innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt sind bei etwa 20 bis 25 Prozent der Mütter Stimmungsschwankungen zu beobachten, angefangen vom sogenannten "postnatalen Blues", der in wenigen Tagen überwunden werden kann, über die postnatale Depression bis hin zur postnatalen Psychose. Die Ursachen solcher Störungen sind kaum untersucht, obwohl darunter nicht nur die Mütter, sondern auch die Väter und die gesunde Entwicklung des Kindes leiden.


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