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Voderholzer gegen "Ehe für alle" Regensburger Bischof ruft zu Protestmails auf

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat dazu aufgerufen, Bundestagsabgeordneten Protestmails gegen die "Ehe für alle" zu schicken. Dabei verwies er auf eine entsprechende Aktion des Bündnisses Demo für Alle, wie auf der Website des Bistums zu lesen ist.

Stand: 29.06.2017

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer | Bild: picture-alliance/dpa

Auch eine entsprechende Petition unterstützt der Bischof. Es sei wichtig, schnell aktiv zu werden, da die Abstimmung im Bundestag bereits morgen stattfinden soll.

"Die Ehe ist - nicht nur aus christlicher Überzeugung - die Lebens- und Liebesgemeinschaft von Frau und Mann als prinzipiell lebenslange Verbindung mit der grundsätzlichen Offenheit für die Weitergabe von Leben", heißt es in der Erklärung weiter. Diese stehe unter dem besonderen Schutz der Verfassung.

"Durch die 'Ehe für alle' wäre dieser besondere Schutz nicht mehr gewährleistet."

Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer

Bischöfe schließen sich an

Auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann sprachen sich gegen die "Ehe für alle" aus.

Marx sagte als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, es sei bedauerlich, wenn der Ehebegriff aufgelöst werde und damit die christliche Auffassung von Ehe und das staatliche Konzept weiter auseinandergingen. Außerdem kritisierte er das Vorgehen. "Es ist auch wegen der von vielen Seiten geäußerten erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken völlig unangemessen, eine solche gesellschaftspolitische Grundentscheidung in diesem überstürzten Verfahren zu fällen."

Der Würzburger Bischof betonte, wichtig sei eine klare Definition von Ehe und Familie, damit Fehlentwicklungen, wie sie teilweise durch die Bewegung des "Gender Mainstreaming" entstünden, nicht die Oberhand gewinnen würden. "Wir müssen eindeutig sagen, dass eine Ehe nach unserem christlichen Verständnis nur zwischen einem Mann und einer Frau bestehen kann", so Hofmann.

Erster Tagesordnungspunkt

Der Berliner Bundestag

Der Bundestag beschäftigt sich morgen mit der "Ehe für alle". Wie die Pressestelle des Parlaments mitteilte, ist das Thema erster Tagesordnungspunkt der Sitzung, die bereits um acht Uhr beginnt. Ob es tatsächlich zu einer Abstimmung über die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare kommt, ist noch nicht ganz sicher. Zunächst stimmen die Parlamentarier über einen Antrag zur Erweiterung der Tagesordnung ab. Nur wenn es eine Mehrheit dafür gibt, wird danach über die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe debattiert und abgestimmt.

SPD, Grüne und Linke hatten am Mittwoch im Rechtsausschuss gegen die Stimmen der Union durchgesetzt, dass das Thema noch in dieser letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause auf die Tagesordnung des Bundestagsplenums kommt. Die drei Fraktionen haben dort eine knappe Mehrheit von 320 der insgesamt 630 Stimmen.

Die Union fühlt sich überrumpelt von dem im Schnellverfahren angesetzten Tagesordnungspunkt zur "Ehe für alle". Vertreter von CDU und CSU stimmten im Ausschuss gegen die Abstimmung. Votieren sie am Freitag auch geschlossen gegen die Aufsetzung des Tagesordnungspunkts, dürfte das Ergebnis knapp ausfallen. Kommt es allerdings zur Abstimmung, ist eine Mehrheit für die Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare zu erwarten. Auch unter Unionsabgeordneten finden sich Befürworter der "Ehe für alle".


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Block Jürgen, Samstag, 01.Juli, 22:17 Uhr

97. Ehe für Alle

Die Kirchen und ihre "Würdenträger" sollten endlich begreifen, das Liebe den Menschen gegenüber ihre wesentliche Mission ist.

Helga , Samstag, 01.Juli, 12:19 Uhr

96. Ehe für Alle

Ehe ist ein Sakrament dass eben nur für Mann und Frau gedacht ist, alle anderen Argumente kann man nicht gelten lassen. Daher bin ich dafür dasss die CSU dagegen klagt, traurig dass sie überhaupt diese Abstimmung mitgetragen hat .Die letzten christlichen Werte dieser Partei sind damit verschwunden!

  • Antwort von Blechmann13, Montag, 03.Juli, 07:20 Uhr

    Falsch!
    Die Ehe ist keine Erfindung der (christl.) Kirche!
    Die haben diese nur übernommen und mit ihren "Werten" ausgeschmückt!
    ...wie vieles andere auch...

    mfg

Uwe Krüger, Freitag, 30.Juni, 19:14 Uhr

95. Protestmail

Wohin darf man die Protestmails gegen den Bischof senden???

Berthold Anders, Freitag, 30.Juni, 13:57 Uhr

94. Regensburger Bischof ruft zu Protestmails auf

Ich glaube - ich glaube tatsächlich - ich glaube, dass dieser Mensch (der sogenannte Bischoff Hr. Voderholzer) nicht alle Kugeln in der Bahn hat. Gerade die katholische Kirche sollte sich in Demut üben. Eine solche Einrichtung, die selber soviel Dreck am Stecken hatte und immer noch hat welcher noch für Generationen reicht, sollte sich zu dem Thema besser gar nicht äußern. Mich würde interessieren, wie die kath. Kirche (spez.Voderholzer) reagiert hätte, wenn von einer anderen Seite zu Protesmails aufgerufen worden wäre z.B. zu den Themen Missbrauch, Tebatz von Elst, Bischof Müller oder oder oder ......

  • Antwort von Gottfried, Freitag, 30.Juni, 20:32 Uhr

    Sehr sinnloser Kommentar, das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun!!
    Es ist klar, daß es Ihnen nicht gefällt, wenn jemand anderer meinung ist als Sie - wie wäre e mit ein bischen mehr Toleranz, was sie sicher gern für sich selbst reeklamieren? Wie bigott!!

30. Juni Märtyrer der Stadt Rom, Freitag, 30.Juni, 11:42 Uhr

93. Ihr werdet von allen Völkern um meines Namens willen gehasst

30. Juni Die ersten heiligen Märtyrer der Stadt Rom

Wenn man sich die Kommentare so ansieht...zeigt sich hier viel Hass auf gläubige Katholiken. Da passt das Thema des heutigen Evangeliums sehr gut:

"...und ihr werdet von allen Völkern um meines Namens willen gehasst. Dann werden viele zu Fall kommen und einander hassen und verraten. Viele falsche Propheten werden auftreten, und sie werden viele irreführen." Mt 24, (9-10)

  • Antwort von Sonja R.S., Samstag, 01.Juli, 19:34 Uhr

    Märtyrer welcher Stadt ?
    Wenn man sich die Kommentare so ansieht...zeigt sich hier viel Hass auf gläubige Katholiken. Da passt das Thema des heutigen Evangeliums sehr gut:

    Seltsam wie die Wahrnehmungen da auseinandergehen.
    Hass sehe ich bei dieser Diskussion hauptsächlich auf Seiten der Christen, auch auf ihrer.
    Sogar Drohungen gegen Nichtgläubige werden ausgesprochen.

    Wenn ich mir vorstelle, was mir in Zukunft alles wiederfährt, nur weil ich für die Homo-Ehe
    bin, dann frage ich mich schon, wie ihr Gläubigen das mit eurem Gewissen
    in Einklang bringt und ob ihr überhaupt Nächstenliebe und Menschlichkeit kennt.

    Noch am Rande: es heisst liebe deinen Nächsten,
    und nicht liebe deinen Nächsten, nur wenn er deiner Meinung ist.

    Selig sind die Friedfertigen;** denn sie werden Gottes Kinder heißen.

    Wie verbinden sie das mit ihrem ganzen Hass ?

  • Antwort von Blechmann13, Montag, 03.Juli, 07:26 Uhr

    Jeder kann glauben was er will, aber sollte "Andersgläubigen" keine Vorschriften bzgl. dieser von ihm frei(!) gewählten Glaubens machen!
    Sonst können sie gleich ein "Kalifat" nach Vorbild der IS errichten...aber so was ähnliches hatten wir ja bereits vor Jahrhunderten, was daraus geworden ist, ist ja allseits bekannt....

    mfg