7

Pilotprojekt in Regensburg Im E-Bus durch die Innenstadt

Als eine der ersten Städte in Deutschland soll Regensburg eine innerstädtische Buslinie bekommen, auf der ausschließlich Elektrobusse verkehren. Der Stadtrat will die Einführung des neues E-Busses mit Namen EMIL beschließen.

Von: Carol Lupu

Stand: 22.09.2016

Ein E-Bus dieses Typs wird ab 2017 durch Regensburg fahren | Bild: Stadtwerke Regensburg

Nach bisherigen Planungen sollen Ende November die ersten zwei Busse nach Regensburg kommen. In Betrieb gehen wird die neue,  3,7 Kilometer lange Buslinie durch die Regensburger Altstadt im ersten Quartal 2017.

Von einem "Pilotprojet in ganz Deutschland" spricht Manfred Koller, der Geschäftsführer der Stadtwerke Regensburg (SWR). In Bayern ist es die erste reine E-Buslinie überhaupt.

Reine Elektro-Buslinien gibt es in Deutschland bisher in Berlin und in Hamburg. Dort sind die E-Busse allerdings im Überlandbetrieb im Einsatz. Das macht den Betrieb deutlich einfacher. Denn Busse im Regionalverkehr bewältigen Steigungen und fahren in Senken. Bei der Abfahrt in eine Senke kann sich der Akku immer wieder aufladen.

In Regensburg, wo E-Busse erstmals rein im innerstädtischen Verkehr eingesetzt werden sollen, ist das nicht möglich. Hier kommt der Akku in den Fahrerpausen an die Steckdose und soll sich innerhalb von vier Minuten nachladen.

Was kostet der Stadt Regensburg die E-Buslinie?

Ein Bus kostet in der Anschaffung 460.000 Euro. Rechne man die Infrastruktur für das Aufladen der Busse hinzu, werde die Gesamtlast drei Millionen Euro betragen, diese Summe werde allein aus der Stadtkasse finanziert, sagt SWR-Geschäftsführer Koller. Die ersten 500.000 Euro stehen jetzt zur Genehmigung auf der Agenda der Regensburger Stadtratssitzung.


7

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Enrico Pelocke, Freitag, 23.September, 02:44 Uhr

2. stimmt nicht

Die Berliner E-Bus-Linie fährt zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Zoo und ist rein innerstädtisch. Steigungen und Gefälle gibt es nicht nur Überland, sondern auch innerstädtisch. In den einen Städten mehr, in den anderen weniger. Wenn der Bus in einer Richtung eine Steigung hat, hat er in der Gegenrichtung ein Gefälle. Das gleicht sich aus. Wie das laut Ihrem Text den Betrieb einfacher macht, verstehe ich nicht. Günstig wirken sich Gefälle nur aus, wenn die Haltestellen auf einem Berg liegen und beim Abfahren das Gefälle die Motorleistung unterstützt und beim Beschleunigen hilft und beim Anhalten die Steigung beim Bremsen hilft. Das sind einige Punkte im Text, die nicht stimmen.

Konrad R., Donnerstag, 22.September, 17:50 Uhr

1. Realistisch gesehen, kommen unsichere Zeiten auf den Fahrgast zu.

Hoffentlich geht der Strom nicht weg. Aber noch mehr Gedanken sollte man sich um die Zukunft machen, denn bei den angestrebten erneuerbaren Energien dürfte es merklich knapper zugehen. Von den Kosten für die Fahrscheine gar nicht zu reden - die dürften dazu führen, dass die Leut in 10 Jahren kaum noch rumfahren können...