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Risikospiel in Regensburg Dresdner Fans ziehen friedlich ab

Die Fans von Dynamo Dresden wurden vor der Zweitligapartie in Regensburg zum Stadion eskortiert. Sie wollten nicht in die Busse steigen. Nach dem Sieg der Gäste blieb es aber insgesamt ruhig.

Von: Guido Fromm und Anton Rauch

Stand: 17.09.2017

Ein großes Polizeiaufgebot, passiert ist aber nichts. Nach dem 2:0-Sieg der Dresdner In Regensburg blieb es vor dem Stadion ruhig. Jahn- und Dresden-Fans verließen gemeinsam einträchtig die Arena. Auch vor dem Mannschaftsbus der Dresdner herrschte Neugier statt Krawall. Die Fans beider Mannschaften blieben gelassen.

Die Anhänger aus Dresden wurden direkt vom Spiel mit Bussen zum Bahnhof gefahren. Schon 45 Minuten nach Abpfiff ging der Zug Richtung Hof. Der Bahnhof war teilweise abgesperrt. Einsatzkommandos der Bundespolizei sollten die Fans abschirmen. Doch es blieb auch dort ruhig. Die Dresdner gingen ohne Probleme zum Bahnsteig. Nur wenige waren alkoholisiert. Die Polizei meldete keine größeren Vorfälle.

Großaufgebot der Polizei

Dresdner Fans auf dem Weg ins Stadion

Weil die Fans des sächsischen Traditionsvereins in der Vergangenheit schon mehrfach negativ aufgefallen sind, war in Regensburg ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz. Dutzende Beamte von Polizei und Bundespolizei empfingen einige hundert Dynamo-Fans, die um kurz nach 11.30 Uhr mit dem Zug kamen, schon am Hauptbahnhof. Allerdings weigerten sich die meisten der Anhänger, in die bereitgestellten Shuttlebusse zum Stadion zu steigen. Stattdessen machten sie sich auf den drei Kilometer langen Fußweg über die Galgenbergstraße bis zur Regensburger Arena.

Schmierereien in den Zügen

Diesmal war es halb so wild.

Die Polizei sperrte die Straße für die Marschierer ab, von denen sich einige allerdings durch beobachtende Medienvertreter gestört fühlten. Übergriffe blieben aber aus. Der Großteil der Dresden-Fans kam derweil mit dem Auto. Teilweise mussten auch sie mehr als einen Kilometer vom Stadion entfernt parken. Die Bundespolizei teilte inzwischen mit, dass die im Zug angereisten Fans „Verunreinigungen“ und „Schmierereien“ hinterlassen haben. Im letzten Herbst hatten Dresdner Fans einen ALEX-Waggon zerstört.


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Kommentare

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HP, Montag, 18.September, 03:13 Uhr

4. Friedlich beendet

Müssen wir jetzt "DANKE" sagen dafür, dass sich die dresdener Fans einmal einigermaßen ruhig verhalten haben ? Man darf gar nicht daran denken, wie der Verlauf gewesen wäre, wenn der Jahn gewonnen hätte.
Sagen wir mal dem Jahn "DANKE" für seine spielerische Zurückhaltung.

schönen Tag noch
HP

N.F., Sonntag, 17.September, 19:22 Uhr

3.

Solche die nicht wissen oder nicht wissen wollen wie man sich benimmt gehörn eingebuckert.

MaYa, Sonntag, 17.September, 18:30 Uhr

2. Anders formuliert...

Traurig, dass man inzwischen schon so rausstreichen muss, dass ein Fußballspiel beendet werden konnte, ohne dass das Stadion in seine Bestandteile zerlegt wurde oder dass ein Festauftakt friedlich verlief.
Früher ging man mal davon aus, da war sowas selbstverständlich.

derBÖSEwolf, Sonntag, 17.September, 16:27 Uhr

1. "Fussballfans"

Was für traurige Gestallten, diese "Fussballfans".....
Der DFB muss für die Einsatzkosten aufkommen. Es reicht ja schon, wenn GEZ Gelder für so einen Mist ausgegeben wird.