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Sensationeller Fund in Regensburg Skelette und Grabbeigaben gehen an die Museen

Auf dem sogenannten Dörnberg-Areal sind vor einigen Monaten mehr als 1.500 Gräber gefunden worden. Seit der Römerzeit wurden dort über Jahrhunderte hinweg Menschen beigesetzt. Am Nachmittag wurden die Funde an die Museen der Stadt Regensburg übergeben.

Stand: 23.11.2016

Auf dem Areal westlich der Kumpfmühler Brücke sind weit mehr als 1.500 Gräber entdeckt worden, die unter anderem aus der Römerzeit des 2. bis Anfang 5. Jahrhunderts stammen. Neben den römischen Gräbern wurden zudem etliche aus dem Frühmittelalter (5. bis 7. Jahrhundert) gefunden. Das gab die Stadt Regensburg bekannt.

Von den Funden aus Regensburg erhoffen sich die Forscher deshalb viel, sagt Matthias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.

"Wir wissen nicht, was in dieser Zeit wirklich passiert ist. Und hier haben wir die Möglichkeit über diese Gräber aus genau dieser Zeit, wissenschaftlich rauszufinden, was wir noch nicht wissen."

Matthias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege

Auf Römer-Friedhof entstehen Wohnungen

Neben über 1.500 Skeleten fanden sich zahlreiche Grabbeigaben wie Waffen, Gefäße und Kunsthandwerk im Erdboden. Die Gräber wurden bei den Grabungsarbeiten für ein neues Wohngebiet entdeckt. Hier sollen in einem ersten Bauabschnitt 300 Wohnungen und Häuser entstehen.

Zuvor wurde das Gelände von der Bahn und einigen Gewerbebetrieben genutzt. Bereits seit dem Bau der nahen Bahnlinie Regensburg-Nürnberg war bekannt, dass sich auf dem Areal ein römischer Friedhof befand.

Die nahegelegene Kumpfmühler Straße war eine der Hauptstraßen der Römer, sie führte nach Augsburg. Die Römer bestatteten ihre Toten stets außerhalb der Ortschaft. Im Stadtteil Kumpfmühl stand auch ein römisches Kastell.

Eigentümer macht Fund der Allgemeinheit zugänglich

Das gesamte Fundmaterial, so die Stadt Regensburg, das nach geltendem Recht dem Grundeigentümer und Auftraggeber der Ausgrabung zusteht, wird der Stadt Regensburg überlassen. Martin Bucher, Geschäftsführer der Bucher Properties München, übergab die Funde an die Stadt Regensburg.


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Maximilian Ontrup, Freitag, 25.November, 12:00 Uhr

4. Fundverbleib

Sehr geehrte Damen und Herren,
dass die Funde an das Haus der bayerischen Geschichte übergeben werden, ist schlichtweg falsch. Die Funde werden an das Historische Museum der Stadt Regensburg übergeben.
Bitte berichtigen Sie das in Ihrem Beitrag! Dem Zuschauer werden so falsche Informationen gegeben.
Mit freundlichen Grüßen
M. Ontrup

Mama2013, Mittwoch, 23.November, 20:25 Uhr

3.

Das ist kein Massengrab!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

gast, Mittwoch, 23.November, 16:03 Uhr

2. Skelette

Was macht man später wirklich mit den vielen immer wieder gefundenen Skeletten ? Aufheben ?

  • Antwort von Maximilian Ontrup, Freitag, 25.November, 12:03 Uhr

    Die Skelettreste werden schlussendlich an die der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie in München übergeben.

vielfahrer, Mittwoch, 23.November, 14:49 Uhr

1. Skelette

Wenn schon an den Begräbnisstätten gebaut wird, dann Bitte die Skelette wo anders zur Ruhe legen.
Gleiches gilt z.B. für Ötzi. - Untersuchen, Ja! - aber dann Beerdigen. Und nicht wg. den €'s zur Schau stellen!
PS: Ich lasse Mich mal verbrennen, - will ja nicht in X Jahren von Gaffern bestaunt werden.

  • Antwort von Mama2013, Mittwoch, 23.November, 20:22 Uhr

    Das Wiederbestatten ist bei der Menge an Skeletten fast nicht möglich. Ist ja nicht die einzige Grabung.
    Und im übrigen ist es kein Massengrab.