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Bus-Situation verbessern Landkreis Regensburg macht Druck auf Stadt wegen ÖPNV

Der Landkreis Regensburg und die CSU-Fraktion im Regensburger Stadtrat fordern, die Situation beim Öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern. Von Seiten der CSU soll dafür auch das geplante Kultur- und Kongresszentrums hinten anstehen.

Von: Siegfried Höhne

Stand: 14.11.2017

Bahnhofsareal - möglicher Standort für das Regensburger Kultur- und Kongresszentrum | Bild: BR/Uli Scherr

Der Landkreis Regensburg macht beim Nahverkehr Druck auf die Stadt: Sie soll die Situation für Regionalbusse am Bahnhofsvorplatz "zeitnah" verbessern.

Die Haltestellen für die Regionalbusse hinaus in den Landkreis befinden sich direkt vor dem Regensburger Hauptbahnhof. Hier sollen sie auch bleiben, fordert die Verkehrsgesellschaft des Landkreises. Mit dem jetzigen Zustand ist sie aber unzufrieden, sieht dringenden Handlungsbedarf. Der gesamte Haltestellenbereich sei überlastet und nicht barrierefrei. Der Landkreis fordert, die Planung der Haltestellen und des neuen Busbahnhofs unabhängig von einem Kultur- und Kongresszentrum im Regensburger Bahnhofsviertel anzugehen.

Rückendeckung kommt von der Regensburger CSU: Deren Stadtratsfraktion fordert nun, in Sachen Bahnhofsviertel erst den Busbahnhof und dann das Kultur- und Kongresszentrum zu planen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Klausurtagung. Wenn es nach der CSU-Fraktion im Regensburger Stadtrat geht, soll aus der Hauptstadt der Oberpfalz eine Vorzeigekommune in Sachen ÖPNV werden.

Die Position der Stadtverwaltung ist davon nicht weit entfernt. Eine Sprecherin der Stadt Regensburg bekräftigt: Auch für Verwaltung habe die ÖPNV-Neuregelung Vorrang. Ein Kultur- und Kongresszentrum mache erst Sinn, wenn der Busbahnhof stehe.

Klarer zeitlicher und finanzieller Vorrang

Die Themen ÖPNV, zentraler Omnibusbahnhof und Stadtbahn bräuchten einen klaren zeitlichen und finanziellen Vorrang, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung von der CSU. Die SPD-Bürgermeisterin und ihre Koalition würden nur halbherzig an die ÖPNV-Projekte herangehen, so die Kritik von Fraktionsvorsitzendem Josef Zimmermann.

Während in den kommenden Jahren der ÖPNV realisiert wird, will die CSU erst einmal beobachten, wie das neue Marina-Forum und der 1.000-Personen-Saal im neuen Museum der Bayerischen Geschichte angenommen werden.

Bürgerbefragung sei unsinnig und peinlich

Die derzeit laufende 350.000 Euro teure Bürgerbefragung zur Neugestaltung des sogenannten Kepler-Areals mit einem RKK in der Nähe des Hauptbahnhofs ist nach Meinung der CSU-Stadträte unsinnig, die Fragen peinlich. Stattdessen plädiert Stadträtin Astrid Freudenstein für repräsentative Bürgerbefragungen im regelmäßigen Abstand von drei Jahren.


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Kommentare

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Josef, Donnerstag, 16.November, 12:43 Uhr

4. Bitte keine Experten planen lassen

welche öffentliche Verkehrsmittel nur von aussen kennen und selbst mit dem SUV zur arbeit fahren.

Fakt ist, im Vergleich zu zB. Landshut und andere Städte ist der monentane Zustand von Regensburg besser als gedacht. Man könnte aus Regensburg ein Vorzeigestadt im Bereich öffentlichen Nahverkehr machen wenn der Wille da ist.

Eine Überbauung der Eisenbahn zwischen Bahnhof und Arcaden wäre Super der östliche Teil sollte eine Busader für den RVV werden z.B, Linie 6 und 1 usw. anbindung zur Brücke. Der westliche Teil sollten Parkplätze für Pendler werden welche mit den Zug zur Arbeit fahren.
Vor dem Bahnhof sollten sie Regionalbusse sein bzw. Teilweise Fernbusse

sven, Mittwoch, 15.November, 14:27 Uhr

3.

Regensburg hat als Stadt nun eine Größe erreicht wo der ÖPNV verbessert werden muss!

Rein von der Infrastruktur betrachtet hängt Regensburg 10 Jahre hinterher.

Eine S-Bahn wird dringend benötigt. Die Planung dazu wird seit Jahren verfolgt. Wesentlich wichtiger als ein RKK. Das Verkehrschaos zum frühen Morgen ist kaum auszuhalten.

elisabeth, Mittwoch, 15.November, 09:40 Uhr

2. Reicht das Verkehrschaos immer noch nicht

Warum haben die Leute keine Lust auf Bus und Bahn ?

Der Individualverkehr ist einfach zu bequeme , auch wenn man wegen Stau Stau Stau täglich ziemlich lang im Auto sitzt als Pendler.

Also eigentlich weiß doch jeder ,
Bus und Bahn gehören gefördert und ausgebaut
und die Massen an Leuten sollen die öffentlichen Verkehrsmittel zu vernünftigen Preisen nutzen können .

Öffentlicher Verkehr muss bezahlbar sein

Die Zukunft liegt nicht in verstopften Straßen oder einem zubetonierten Straßenland Bayern

Waagner N., Mittwoch, 15.November, 09:17 Uhr

1. Bussituation in Rgbg

Ja WO um Gottes Willen sollen denn die Busse sonst anhalten??

Der Landkreis fordert, dass die Regionalbusse auch künftig direkt vor dem Hauptbahnhof halten.