5

Union uneinig in Flüchtlingsfrage So positionieren sich die oberpfälzer Abgeordneten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt eine Obergrenze für Flüchtlinge kategorisch ab. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) reagiert wütend und spricht von einem Zerwürfnis. So drastisch drücken sich CSU-Abgeordnete aus der Oberpfalz nicht aus. Für unüberwindbar halten sie die Streitigkeiten nicht.

Stand: 21.01.2016

Flüchtlinge in Passau | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

Staatssekretär Albert Füracker aus Neumarkt unterstützt Seehofers Kurs.

"Wir haben eine große Meinungsverschiedenheit in einer zentralen Frage. Wir werden nicht locker lassen. Denn wir können nicht warten, bis internationale Verhandlungen Ergebnisse zeigen."

Albert Füracker

Die Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger aus Amberg und Astrid Freudenstein aus Regensburg beschwichtigen: Sie glauben daran, dass alle Schwierigkeiten rund um die Flüchtlingswelle und darum, ob es in Deutschland wie in Österreich eine Obergrenze geben soll, lösbar sind. Die Koalition stehe nicht vor dem Aus. 

"Die Kanzlerin spricht von deutlicher reduzierten Zahlen, die CSU genauso. Wir sind uns auch einig, was die europäische Lösung betrifft. Merkel ist ja eine intelligente Frau, die weiß, dass sie nicht alle Zeit der Welt hat."

Barbara Lanzinger

Astrid Freudenstein hofft - wie die Kanzlerin - darauf, dass es bald eine europäische Lösung für die Flüchtlingskrise geben wird.

"Wenn die europäische Lösung nicht greift, wird es eine nationale Lösung geben müssen. Das ist aber auch ein Eingriff in die Freiheit unserer Bürger, weil es eine Einschränkung der Freizügigkeit ist. Und deswegen sind solche Maßnahmen immer die letzte Option."

Astrid Freudenstein


5