10

"Kille-Wau" 17.000 Besucher beim Chinesenfasching in Dietfurt

Mehr als 1.000 als Asiaten verkleidete Narren haben am Unsinnigen Donnerstag in Dietfurt Chinesenfasching gefeiert. Um 13.61 Uhr - oder für Nichtnarren um 14.01 Uhr - startete der bunte Zug mit 41 Wagen und sechs Musikkapellen.

Stand: 23.02.2017

Der Umzug stand in diesem Jahr unter dem Motto "Fu-Gao-Di, unser Regent, sucht das bayrisch-chinesische Supertalent". Die Veranstalter gingen von etwa 17.000 Besuchern aus. "Es sind deutlich mehr als im Vorjahr, als es nasskalt war. Heuer ist zwar auch kein Kaiserwetter, aber fast", sagte Pia Pritschet von der Tourismus-Information.

Die Dietfurter haben statt eines Faschingsprinzen einen Kaiser und der Gruß lautet "Kille Wau". Kaiser Fu-Gao-Di zieht heuer das zweite Mal mit seinem Drachen durch die Stadt. Der Chinesenfasching beginnt bereits um 2 Uhr morgens. Dann werden die Narren von den "Maschkaras" geweckt. Danach wird bis in die Nacht hinein gefeiert.

Woher der Brauch kommt

Der Chinesenfasching geht zurück auf ein Vorkommnis im 19. Jahrhundert. Der Eichstätter Bischof schickte einst seinen Kämmerer, weil die Dietfurter zu wenig Lehen und Abgaben leisteten. Die Dietfurter machten die Stadttore zu und ließen den Kämmerer nicht ein. Der Kämmerer berichtete daraufhin seinem Bischof, die Dietfurter würden sich wie die Chinesen hinter einer Mauer verschanzen.


10