8

Ostbayern Bräuche an Aschermittwoch: Von Faschingsbeerdigung bis Geldbeutel auswaschen

Der Aschermittwoch markiert traditionell das Ende der Faschings- und den Beginn der Fastenzeit. In Ostbayern wird heute mit allerlei Bräuchen der sogenannte Kehraus begangen.

Von: Uli Scherr

Stand: 14.02.2018

Kehraus am Aschermittwoch | Bild: picture-alliance/dpa

Ein reiches Brauchtum begleitet in Ostbayern am Aschermittwoch das Ende des Faschings und den Beginn der Fastenzeit.

Letzte Biervorräte auftrinken

Narren beklagen Faschingsende

Den Fischzug in Schmidmühlen (Lkr. Amberg-Sulzbach) beispielsweise gibt es schon seit Ende des 18. Jahrhunderts. Die Männer ziehen hier an Aschermittwoch mit Zylinder und schwarzem Gehrock bekleidet von Wirtshaus zu Wirtshaus, um die letzten Biervorräte aufzutrinken.

In Lixenried (Lkr. Cham) beweinen die Dorfbewohner unter Wehklagen den Tod des Faschings und transportieren seine Leiche in einem Leiterwagen zum Friedhof.

Geldbeutel waschen für Reichtum

An vielen Orten in Ostbayern werden am Aschermittwoch die Geldbeutel ausgewaschen - in der Hoffnung auf gute Einkünfte im laufenden Jahr. Den Brauch gibt es zum Beispiel in Regensburg, in Seebarn bei Neunburg vorm Wald oder in Steinberg am See.


8

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

IH, Mittwoch, 14.Februar, 19:40 Uhr

2.

Wie wäre es mit dem Brauch des "Wir sammeln an Aschermittwoch unseren Dreck weg?" Unmöglich. Ich habe nichts gegen Feiern, aber man kann doch trotzdem seinen Dreck wegräumen. Furchtbar, das erste Bild.

brain 09, Mittwoch, 14.Februar, 12:01 Uhr

1. Kehr aus

Skuril, skuril, vor allem das "Vernichten" der letzten Biervorräte!; auf auf zum letzten Besäufnis! Der Starkbier anstich wartet ja schon!;) Vielleicht sollte ich es mal mit dem Geldbeutelwaschen versuchen!Wie eigentlich unter dem Wasserhahn, im Dorfbrunnen oder im Weihwasserbecken? Was hilft am besten?;))