8

Dörnberg-Areal Bombe in Regensburg: Sprengkörper erfolgreich entschärft

Entwarnung in Regensburg: Die 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Bauarbeiten am sogenannten Dörnberg-Areal gefunden wurde, ist entschärft. Sprengmeisterin Janine Strobl brauchte dazu rund eineinhalb Stunden.

Von: Michael Buchner

Stand: 10.11.2017

Das Team um die Bombenentschärfung auf dem Regensburger Dörnberg-Areal. | Bild: BR/Christine Lehner

Rund eineinhalb Stunden brauchte Sprengmeisterin Janine Strobl, um die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Für eine Verzögerung sorgten Probleme mit dem Heckzünder der Bombe. Diese wurde bereits am Donnerstag bei Bauarbeiten auf dem sogenannten Dörnberg-Areal in Regensburg gefunden. Am Freitagnachmittag gegen 13.35 Uhr wurde mit der Entschärfung der 250-Kilogramm-Bombe begonnen.

931 Menschen im Sicherheitsbereich gemeldet

Einsatzkräfte bereiten die Evakuierung vor.

Vor der Entschärfung mussten Vorbereitungen getroffen werden. Häuser mussten evakuiert und Menschen in Sicherheit gebracht werden. Sprengmeisterin Janine Strobl setzte einen Sicherheitsbereich von 300 Metern um den Fundort der Bombe fest. 931 Menschen sind im Sicherheitsbereich gemeldet, in dem Gebiet befinden sich fast 150 Wohnungen.

Betroffen waren überwiegend Wohn- und Geschäftsanwesen im Bereich Ladehofstraße, Von-Brettreich-Straße, Dechbettener Straße, Liskircherstraße und Thurmayerstraße. Auch die Kleingartenanlage zwischen den Gleisen der Bahnstrecke vom Regensburger Hauptbahnhof in Richtung Nürnberg und Ingolstadt und der Kirchmeierstraße wurde geräumt. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren Stunden vorher unterwegs und bereiteten die Evakuierung vor. Diese verlief ohne Probleme, so ein Polizei-Sprecher.

Zugverbindung musste eingestellt werden

Die entschärfte Bombe

Im Zuge der Entschärfung mussten am Nachmittag Zugverbindungen ausfallen. Das bestätigte der Bahnbetreiber Agilis. Der Zugverkehr war für die Dauer der Entschärfung eingestellt. In der Zwischenzeit verkehrten Not-Busse zwischen dem Hauptbahnhof und der Prüfeninger Schloßstraße. Nach der Entschärfung wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen.

Die betroffenen Anwohner konnten während der Entschärfung im Von-Müller-Gymnasium in der Erzbischof-Buchberger-Allee 23 unterkommen.

Immer wieder Bomben gefunden

In dem Neubaugebiet wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Fliegerbomben ausgegraben - obwohl das Gelände vor Baubeginn auf Blindgänger im Boden untersucht worden ist. Mehrfach mussten Hunderte Anwohner ihre Häuser verlassen. Die Stadt ist zwischen August 1943 und April 1945 mehr als 20 Mal von den Weltkriegs-Alliierten bombardiert worden. Experten gehen davon aus, dass über 40.000 Bomben abgeworfen wurden. Mindestens jede 20ste Bombe war demnach ein Blindgänger oder Zerscheller. Ziele der Angriffe waren die Messerschmitt-Flugzeugwerke, die Öllager im Regensburger Donauhafen und die Bahngleise.


8

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Werner, Freitag, 10.November, 18:05 Uhr

2. Bombe

Hut ab vor dieser mutigen Frau. Eine schwere Fliegerbombe zu entschärfen ist immer eine Gefahr für das eigene Leben. Egal ob Mann oder Frau: Dieser Job ist nichts für sensible Menschen. Ich wünsche allen Sprengmeistern/innen alles Gute und immer eine ruhige Hand. Ihr schützt uns vor der noch immer lauernden Gefahr, die im Boden schlummert!

HP, Freitag, 10.November, 17:56 Uhr

1. Entschärft

Klasse Arbeit, Danke !!!