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Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburger Schüler erinnern an Paul Oettinger

Im Rahmen eines Seminars haben Schülerinnen und Schüler des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums in Regensburg ein selbstgestaltetes Bild erstellt. Erinnern soll es an den jüdischen Schüler Paul Oettinger, der in der NS-Zeit die Schule verlassen musste. Am Donnerstag wurde es enthüllt.

Von: Thomas Muggenthaler

Stand: 09.11.2017

Denkmal an jüdischen Schüler | Bild: AAG P-Seminar/Daniel Rieger

Mit einem selbstgemalten Bild, das sie im Rahmen eines P-Seminars gestaltet haben, erinnerten Schüler des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums an Paul Oettinger, einen ehemaligen jüdischen Schüler, der in der NS-Zeit die Schule verlassen musste.

Paul entkam dem Konzentrationslager

Im Hintergrund des Bilds sieht man die brennende Regensburger Synagoge, die während der Reichspogromnacht in Brand gesteckt wurde. Im Vordergrund steht Paul Oettinger. Das Bild wurde am Donnerstag an der Schule enthüllt.

Paul Oettinger war 16 Jahre alt, wurde während der sogenannten Reichskristallnacht in Regensburg verhaftet. Die Juden wurden von Nazis in einem sogenannten "Schandmarsch" durch die Stadt getrieben. Paul Oettinger musste ein Schild tragen, auf dem stand: "Auszug der Juden". Sein Vater wurde wie andere Regensburger Juden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt, Paul Oettinger durfte nach Hause gehen. Schließlich gelang es der Familie, nach Palästina zu emigrieren.

Fester Platz in der Schule

In seiner alten Schule ist er nach fast 80 Jahren wieder präsent. Die Idee zu dem P-Seminar hatte Lehrerin Heidi Spannbauer. Das Bild des Schülers wird einen festen Platz in der Schule bekommen.


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