Oberpfalz

Amtsgericht Weiden Haftstrafe für Bombendroher

Der 41-jährige Bombendroher muss sechs Monate ins Gefängnis. Der Mann hatte im September aus Langeweile in einem Weidener Supermarkt angerufen und gedroht, der Laden würde in 30 Minuten in die Luft fliegen.

Stand: 22.01.2013
Symbolbild Telefonanrufer | Bild: picture-alliance/dpa

Die Straße des Supermarktes wurde gesperrt, die umliegenden Häuser mussten evakuiert werden, darunter auch eine Seniorenwohnanlage. Der Markt wurde knapp drei Stunden lang durchsucht und nichts gefunden.

Der Staatsanwalt hatte neun Monate Haft gefordert. Der 41-Jährige hatte die Tat gestanden, wurde aber dennoch nicht von einer Haftstrafe verschont, weil der Anruf gravierende Folgen nach sich zog, begründete der Richter das Urteil. Damit meinte er die immensen Kosten für den Großeinsatz sowie die vier weiteren Bombendrohungen.

Weitere Anrufe von Trittbrettfahrern

Denn durch seinen Anruf hatte der 41-Jährige eine Serie durch Trittbrettfahrer ausgelöst. Insgesamt mussten Polizei und Rettungskräfte fünf Mal innerhalb weniger Wochen in Weiden zu einem Großeinsatz anrücken. Ein Schuhgeschäft, ein Kaufhaus, das Justizgebäude und ein Kindergarten wurden evakuieren. Von den vier Trittbrettfahrern fehlt noch jede Spur.


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