Oberfranken

OB-Wahl in Neustadt Über 60 Prozent für Amtsinhaber Rebhan (SPD)

Eindeutiges Votum bei der Oberbürgermeister-Wahl in Neustadt b. Coburg: Amtsinhaber Frank Rebhan (SPD) wurde mit 63,1 Prozent wiedergewählt. Beobachter hatten mit einer Stichwahl gerettet.

Stand: 27.01.2013
Das Rathaus von Neustadt bei Coburg in der Dämmerung | Bild: Foto: Steffen Bauer

Gegenkandidat Frank Altrichter von der CSU erreichte 32,01 Prozent, der erst 23 Jahre alte Marc Holland von den Freien Wählern schaffte 2,83 Prozent, für Thomas Büchner (ÖDP) entschieden sich 2,06 Prozent. Der wiedergewählte Frank Rebhan sitzt seit 1995 im Chefsessel des Neustädter Rathauses.

In der Stadt nahe der Grenze zu Thüringen waren nach Angaben der Kommune rund 12.200 Menschen wahlberechtigt. 63,57 Prozent davon gingen zu den Urnen. Die Amtszeit des neuen Rathauschefs wird sieben Jahre betragen, weil der Freistaat alle Kommunalwahltermine in Bayern bis zum Jahr 2020 anpassen will.

Die Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl

Frank Rebhan (SPD)

Frank Rebhan ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seit 1995 sitzt er im Chefsessel des Neustädter Rathauses. Der 53-Jährige ist mit Leib und Seele Oberbürgermeister von Neustadt und will es auch bleiben. Schließlich habe er noch viele Ideen für die weitere Entwicklung seiner Geburtsstadt, so Rebhan. Seine Ziele, die er in den kommenden sieben Jahren angehen will, liegen unter anderem in der Familienpolitik: Um Neustadt familienfreundlich zu machen, gelte es adäquate Betreuungseinrichtungen für Kinder zu schaffen und die Innenstadt mit zeitgemäßem, generationsübergreifendem Wohnraum zu beleben. In seine vergangene Amtszeit fiel 2012 auch der Bau des Autobahnanschlusses von Neustadt an die A73. "Letztlich hat Neustadt durch den Autobahnanschluss immens gewonnen", so Rebhan. "Die Welt ist in Veränderung, auch in Neustadt. Der demografische Wandel fordert Handlung."

Frank Altrichter (CSU)

Die CSU setzt auf Frank Altrichter. Der Diplom-Historiker ist 36 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. Gegenwärtig arbeitet der gebürtige Neustädter im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen in München. Seit 2004 ist er dort persönlicher Referent des Staatssekretärs und stellvertretender Leiters im Referat für Vertriebenenpolitik und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Von 2002 bis 2011 hatte Altrichter sowohl ein Stadt- als auch Kreisratsmandat inne. Altrichter stellt unter anderem das Miteinander der Generationen im demografischen Wandel in den Fokus. "Es geht nicht um Konfrontation, es geht um Ideen und Konzepte", sagt Altrichter in Anspielung auf die Zusammenarbeit im Neustädter Stadtrat. Er will Neustadt gemeinsam zukunftssicher machen.Dabei, so Altrichter, liege der Schlüssel im Miteinander der Generationen. Er setzte sich ein für passgenauere Angebote für Wohnen im Alter und alternative Wohnformen.

Thomas Büchner (ÖDP)

Thomas Büchner ist 50 Jahre alt und wohnt im Neustadter Stadtteil Horb. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet als selbstständiger Handelsfachwirt. Thomas Büchner ist seit 2008 Stadtrat in Neustadt und war in den 90er Jahren Mitbegründer des ÖDP-Kreisverbandes Coburg. Bei seiner Vorstellungsrede widmete sich Büchner einigen Themen, mit denen er sich von den anderen Kandidaten absetzen wollte: So sprach er sich eindeutig für den Anschluss aller Ortsteile an das schnelle Internet via Breitbandkabel aus. Außerdem will er sich um ein Konzept zur Sanierung "energieverschwendender Bausünden" der Stadt Neustadt bemühen. In der Vergangenheit überraschte er auch mit ungewöhnlichen Vorschlägen. So sollte Neustadt als Autokennzeichen nicht wieder "NEC" bekommen, sondern "NEO" - für "Neustadt in Oberfranken". Damit könne man sich mehr von Coburg lösen, argumentiert Büchner.

Marc Holland (Freie Wähler)

Marc Holland ist mit 23 Jahren der jüngste der OB-Kandidaten. Seit 2005 ist er im Landratsamt Coburg beschäftigt und heute in der Führerscheinstelle tätig. Familie und Freunde bedeuten ihm sehr viel. "Sie sind für mich wichtige Rückzugspunkte und geben mir Kraft." Holland ist seit 2007 Mitglied der Freien Wähler Neustadt und engagierte sich von 2009 bis 2011 nebenamtlich als Dozent an der Bayerischen Verwaltungsschule für Zulassungsrecht. "Als Politiker sehe ich mich als Mensch, der Freude und Leid anderer Menschen sieht, mitfühlt und begreift. (…) Ich sehe mich als Alternative zum bisherigen OB Herrn Frank Rebhan, der 18 Jahre lang gute Arbeit für Neustadt gemacht hat. Demokratie ist für mich auch die Möglichkeit, unter verschiedenen Kandidaten auszuwählen."


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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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