Oberfranken


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NKD-Sanierung Textildiscounter beendet Sponsoring beim Club

Der Textildiscounter NKD beendet sein Engagement als Trikotsponsor des 1. FC Nürnberg im Juni 2014. Zudem kündigte NKD an, dass in der Zentrale knapp 100 Stellen wegfallen und unprofitable Filialen geschlossen werden.

Stand: 13.08.2013
Markus Feulner im Club-Trikot mit "NKD-Schriftzug" | Bild: picture-alliance/dpa

Durch den Verzicht auf die Trikotwerbung spare man Kosten ein, teilte das Unternehmen im oberfränkischen Bindlach am Dienstag (13.08.13) mit. Der Vertrag des 1. FC Nürnberg wurde eigentlich über vier Jahre abgeschlossen, wird nun aber nach nur zwei Jahren beendet. Zudem plane der Textildiscounter nach eigenen Angaben zufolge künftig andere Marketingaktivitäten. Die angekündigten Maßnahmen seinen Teil des neuen Sanierungskonzeptes des Unternehmens.

100 Arbeitsplätze fallen weg

Neben dem Bundesligisten sind aber auch die Arbeitnehmer selbst vom Sanierungsplan betroffen. So sollen in der Zentrale knapp 100 der bislang etwa 650 Arbeitsplätzen wegfallen und unprofitable Filialen geschlossen werden.

Wechsel im Management

Vor wenigen Monaten hatte es einen Wechsel im Management des Unternehmens gegeben, der alten Führungsspitze waren Management- und Strategiefehler vorgeworfen worden. Mitte Juli wurde bekannt, dass eine frühere NKD-Führungskraft wegen des Verdachts der Untreue in Millionenhöhe in Untersuchungshaft sitzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hof sollen 3,7 Millionen Euro aus dem Unternehmen veruntreut worden sein. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Eigentümer wollen NKD verkaufen

Bis 2015 will der Textildiscounter 45 Millionen Euro investieren. Unter anderem soll ein neues Filialkonzept entwickelt werden, um die Produktivität in den einzelnen Läden zu steigern und um in die Gewinnzone zurückzukehren. Die mit den Banken und dem Betriebsrat abgestimmten Maßnahmen ändern nach Angaben einer Unternehmenssprecherin nichts an den Plänen der Eigentümerin, der niedersächsischen Textilgruppe Daun, NKD zu verkaufen.

Ab 2015 will NKD wieder wachsen

Ab 2015 will NKD demnach auch wieder auf Wachstum in West- und Osteuropa setzen. Der bisherige Wachstumskurs sei zu ambitioniert gewesen, sagte die Sprecherin. Das Unternehmen sei dadurch eher geschwächt worden. So wurde beispielsweise das Filialnetzwerk dreimal so schnell wie üblich ausgebaut, auch wurde der Personalstand in der Zentrale zu rasch erhöht.


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